Lexikon

Baumwolle
Wächst auf den Büschen der Malvengewächse Gossypium.
Hauptanbaugebiete sind China,  Indien,  Mittel- und Nordamerika.

Nach dem Öffnen der Fruchtkapseln quellen die weißen Samenfasern heraus. Sie werden maschinell oder von Hand abgepflückt, getrocknet und von den fest angewachsenen Samenkörnern befreit, dann zu Ballen gepresst in die Spinnereien geliefert. Es werden heute nur noch wenige hochwertige Baumwollqualitäten von Hand gepflückt. Der grösste Teil wird maschinell mit Pflückmaschinen geerntet, dazu werden die Pflanzen durch Besprühen mit Chemikalien künstlich entlaubt -das beschleunigt gleichzeitig  den Reifeprozeß.

Mit Erfindung der Spinnmaschine im 18. Jahrhundert verbreitete sich der Anbau und die Verarbeitung von Baumwolle und heute ist sie der wichtigste textile Rohstoff der Welt.  Als die besten Sorten gelten z.B. die ägyptische Makobaumwolle und USA-Sea-Island-Baumwolle.

Eigenschaften: ausgezeichnete Spinnbarkeit und Färbbarkeit. Sehr hohe Reißfestigkeit. Höhere Scheuerfestigkeit als Wolle, widerstandsfähig gegen Hitze, unempfindlich gegen Schweiß und Laugen, lädt sich nicht elektrostatisch auf und lässt sich gut rauen.
Dauerhaften Glanz erhält Baumwolle durch Mercerisieren.

Weitere Informationen zu Baumwollanbau, Verarbeitung, Arbeitsbedingungen und anderes was man vielleicht nicht so gerne liest, gibt es beispielsweise hier:  *klick*

Quellen:  Walter Fritz: Technologie für Raumausstatter. Stam-Verlag, 1992     
Alfred Bungardt: Fachkunde für Raumausstatter1. B.G. Teubner Stuttgart, 1985








Canvas 
In Leinwandbindung gewebter Baumwollstoff. Äusserst strapazierfähig und kräftig.
Wird unter Anderem für Bekleidung verwendet. Einsatzgebiete ursprünglich für stärker beanspruchte Textilien wie zB Segel. In der Bekleidung oft hergestellt mit "Wash-out" Effekt. Die Farbe ist nicht absolut waschecht, ähnlich wie bei Jeans.

Das kann dann beispielsweise so aussehen:














Flottieren
Fäden liegen von einer Einbindung im Stoff zur nächsten über eine gewisse Strecke offen und sind dort nicht mit ins Grundgewebe eingewebt. Befinden sie sich auf der rechten Stoffseite und werden sie aufgeschnitten, spreicht man von Scherli.



Mercerisieren  ... folgt in Kürze

 


Scherli
In einen Stoff eingewebte Fäden werden an den flottierenden Stellen aufgeschnitten. Deren Enden verbleiben fransenartig , manchmal musterentsprechend gekürzt im Stoff und sorgen dadurch auf der rechten Stoffseite für einen besonderen dekorativen Effekt.

Das kann dann beispielsweise so aussehen:













Kommentare:

  1. Aaaahhh! Jetzt habe ich es verstanden! Bilder sind schon sehr hilfreich!
    Danke!

    lg
    faina

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  2. Du, ich habe ja so viele Stoffe. Da werde ich immer auch
    einige anschauliche Bilder zu machen und hier einstellen. Es gibt da ja ganz jecke und innovative Stoffe inzwischen .

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