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Mittwoch, 7. September 2016

Langeneß rockt :)


Langeneß-Röcke schiesse ich inzwischen locker aus der Hüfte.
Diesen hübschen Geblümten habe ich allerdings erst über Umwege zustande gebracht.



Zuerst wollte ich aus dem ausgesprochen schönen Retroprint-Sweat ein Oberteil nähen- wissend, dass das auch so richtig in die Hose gehen kann, denn:  Oberteile die bunt oder gar kräftig gemustert sind TRAGE ICH NICHT.  Oder fast nie. Aber immer wieder starte ich einen Versuch, mache eine Anprobe, kloppe in die Tonne oder verwerte anders.
So auch hier. Kurz vor dem Urlaub wollte ich noch ein nettes Oversize-Shirt nähen, tat es und war kein bisschen überrascht. Ich fühle mich nicht wohl in gemusterten Oberteilen. Also schnitt ich alles auseinander, legte flott meine Langeneß-Papierschnitte drauf und rettete an Stoff was das Zeug hielt.  Zunächst entstand ein Rock ohne Godets, aber irgendwie rockte das nicht.  Also noch flott die Zuschnitte dafür gemacht, eingesetzt und ich bin zufrieden. Die Länge habe ich nachträglich noch deutlich gekürzt. 
Was ich damit sagen will: ich habe 2,5mtr Stoff erstanden und dann solange umgestrickt bis so gerade noch ein Rock dabei rumsprang. 


 
 Immerhin, ich habe ein richtiges Lieblingsteil damit geschaffen.




 Seit Wochen trage ich den schön schwingenden Langeneß rauf und runter.  Wie sagte meine Tochter so schön: " Mama, der Rock hat irgendwie so einen schönen Wurf!" :)



Sie meinte sicher Fall oder Schwung oder sowas, Aber ein guter Wurf ist mir damit gelungen!



Für mich ein guter Grund mich im ersten MMM nach der Sommerpause zu verlinken. Schaut dort mal rein! Ich bin mir sicher, da gibt es noch viele gute Würfe zu sehen!!!


Tschühüüs!





















Freitag, 31. Juli 2015

Langeneß - und plötzlich trägt sie Röcke in Serie :)




Der Urlaub stand unmittelbar bevor und ich haderte nach wie vor mit meiner spärlichen Garderobe.
Ist ja nicht so, dass ich mir so rein gar nichts kaufen kann oder darf, aber aus gutem Grunde bin ich nach wie vor beim Bekleidungskauf regelrecht geizig.  Persönlich verordnete Sparsamkeit gepaart mit einer Kleidergrösse "in der ich mich noch immer nicht sehe" versprechen nicht gerade gute Stimmung im Reisekoffer.  Die wollte ich mir aber für mich und auch für meinen Mann für diesen Urlaub unbedingt mitnehmen.  Ich kramte also  in meinem Stapel an Bekleidungsstoffen sowie in meinem Schnittmusterbestand und fing einfach an.  Zu verlieren gibt es ja nichts.  Die verwendeten Stoffe habe ich schon einige Zeit liegen, gekostet haben sie allesamt nicht viel denn es sind Schnäppchenkäufe vom Stoffmarkt oder aus einem Stoffoutlet und die habe ich alle spontan gekauft. 
Den ersten Langeneß-Rock nähte ich mir aus einem richtig schönen bestickten jeansblauen Stoff. Mit Godeteinsätzen und Reißverschluss seitlich.  Ich habe mir besonders viel Mühe gegeben, die Rocklänge zu bestimmen. Wenn ich mir einen Rock nähe, dann meist für Frühjahr oder Herbst wenn ich Strumpfhosen dazu trage. Dann hat der Rock eine  beliebige Länge "irgendwo über dem Knie".   Da bin ich eigentlich immer zufriedenzustellen, wenn ich eh Stiefel dazu trage.  Jetzt so sommerlich mit hoffentlich sonnenbrauen Beinen und Sandalen ... das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht-tatsächlich.  Seit Geburt meiner Tochter bin ich bekleidungsmässig regelrecht unsicher geworden was das angeht.  Da bot sich mir der Familienurlaub perfekt an um einfach mal Röcke draufloszutragen und mal reinzufühlen, wie es mir damit geht.  Was soll ich sagen, ich habe in 16 Tagen nur einmal einen Nachmittag eine 3/4 Hose getragen und ansonsten ausschliesslich meine selbstgenähten Röcke :) .
Zurück zu Rocklänge:  ich habe mich an die Regel gehalten, die schlankeste Stelle am Bein mit der Rocklänge zu betonen -also Rockende unmittelbar über dem Knie- und bin damit ganz gut gefahren.  Dass ich Wasser einlagere im Laufe des Tages und Krampfis grüssen- na gut.  Das ist eine OP-Baustelle für den Winter und 20 bin ich schon seit 27 Jahren nicht mehr . Aber ansonsten habe ich mich wirklich wohlgefühlt optisch sowie klimatisch.  Hochsommer in Istrien eben.
Hier der erste Langeneß-Rock:


Übrigens hier mit einem umgebastelten alten Shirt.  Ursprünglich war das ein Langarmshirt mit V-Ausschnitt, das ich nur noch zum Schlafen anzog. Weil der Stoff aber eine ganz tolle Quali hat wollte ich das Shirt nicht wegschmeissen.  Ich habe grosszügig mit der Schere den Ausschnitt "beseitigt" sowie Ärmel gekürzt und den Saum im leichten Bogen abgeschnitten. Dann nur noch überall mit Rollsaum veräubert und bums :).  Die Aktion hat mich an meine Nähanfänge erinnert irgendwann in den frühen 80ern. Taschengeldnot und Kleidungsbedarf machten damals  irgendwie immer erfinderisch.








Mein Lieblings- Urlaubsrock.  Ich liebe diesen Stoff- eigentlich aus Verlegenheit damals gekauft weil mir jemand den gleichen in oliv vor der Nase weggeschnappt hat. ... einfach eine beliebige Farbe aus dem Rock mit entsprechendem Shirt kombiniert und es passt. Vor allem an sonnenbraune Haut.  Da habe ich ohne Godets gearbeitet und den Rock auch seitlich mehrmals meinen Kurven angepasst. Also vom Schnitt her nun kein reinrassiger Langeneß mehr :) .





Den hier habe ich etwas länger gemacht... überhaupt musste ich mit der vorhandenen Stoffmenge ein wenig rumstückeln. Schade, ich fand den Stoff und die Farben so toll aber als Rock wirkt der so gar nicht gelungen.








Mein Alltagsrock im Urlaub. Den habe ich noch eine Stunde vor Abreise im Morgengrauen mit heisser Nadel genäht. Nur mit Gummizug und Rollsaum, aber wieder mit Godeteinsätzen. Meine Tochter lag vollkommen übermüdet auf dem Sofa und heulte weil sie "auch so einen" haben wollte. Da hab ich ihr dann aus einem Restefitzel einen Schlauch genäht, Gummiband rein und das Kind war glücklich.   Mein Mann lief packend vorbei und sagte nur tocken: " Du hast ja Nerven, jetzt noch zu nähen".   Ja, manchmal hab ich die noch. Ich staune selbst :) 




Hier nochmal alle Röcke mit weiteren spontanen Urlaubsshirts, die mit Schere und Rollsaum auf Sommer umgepimpt wurden, anstatt in die Altkleidersammlung zu wandern:





                                                                      Tschühüüs und bis bald!