Mein Schnitt steht ja schon fest: Cocoon Shape aus der Winter-Ottobre vom letzten Jahr. Ich bin dabei geblieben. Beim genaueren Lesen des Zuschnittes stellte ich zu meiner Freude fest, dass auch Abnäher hinten an der Schulter sowie am Ärmel vorgesehen sind. Ich hoffe, das macht sich dann im Tragelook bezahlt. So ganz einfach zu nähende Mäntel würden es mir sicher leichter machen, aber ich hab mir ja was vorgenommen :) .
Farblich hatte ich mir immer einen kräftigen dunklen Rosaton vorgestellt. Ich fand im erstbesten Stoffgeschäft meiner Wahl dann einen ganz tollen dunkelfuchsiafarbenen Merinowollstoff, schlich immer drumherum, kaufte für die Kinder und mich wegen Ladenumzugs drastisch herabgesetzte Shirtstoffe und anderes, ging dann erstmal mit meiner Tochter ein Eis essen und kehrte in den Laden zurück. Weil ich so auf die herabgesetzten Preise eingeschossen war und ich auch ein grosses Reststück von dem Mantelstoff in der Hand hielt habe ich erst gar nicht verstanden dass ich hier und jetzt mal richtig Geld lassen würde.
Der Stoff war für meinen Geldbeutel echt teuer und ja, ich hab ihn dann mitgenommen und bin mit wachsendem schlechten Gewissen nach Hause gefahren. Also leisten kann ich mir das jetzt nicht unbedingt, aber schön isser !
Die Farbe ist noch ein paar Takte dunkler als auf dem Foto aber der Charakter des Stoffes kommt gut rüber. Ich muss zugeben, so einen Stoff habe ich noch nie verarbeitet.
Wie behandle ich ihn jetzt vor dem Verarbeiten vor? Vorsichtig Dämpfen und gucken ob er etwas schrumpft? Vorwaschen ist ja vermutlich keine Option. Das ist kein Stoff für die Waschmaschine. Hat jemand von Euch die Erfahrung und einen Tip was ich jetzt richtigerweise mache? Beim Nähen muss ich ja auch aufpassen, dass sich der Stoff nicht verzieht, allerdings ist er bei weitem nicht so dehnbar wie es auf dem Foto ausschaut. Gespannt darf man schauen was die anderen Kreativen
bei MMM und dem WintermantelSewAlong zu zeigen haben.
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Sonntag, 4. Oktober 2015
Montag, 21. September 2015
Winterjacken sew along

Sowas brauche ich jetzt. Ein Projekt ganz für mich alleine, überschaubarer Zeitrahmen und das als Sew along mit "ans Händchen nehmen" und mit einigen Tutorials.
So einen kleinen Schubser, mal wieder in die Gänge zu kommen... den hole ich mir bei dem diesjährigen Winterjacken sew along von Me Made Mittwoch gern ab.
Vor einiger Zeit sah ich in einer Ausgabe der Ottobre einen Military-Trench. Ich bin ja tragenderweise ein grosser Fan dieser Mode, schon immer gewesen. Zum Glück finde ich diese Ausgabe nicht mehr, ich hätte mir das sonst prompt zugemutet, weil der Schnitt dann schon griffbereit vorliegt und nicht noch erst gekauft werden muss. Da ich zeitlich recht eingeschränkt bin muss ich mir leider die ganzen schönen Gürtel und Riegel und viele Knöpfe und Abnäher sparen, die so einen Look ausmachen.
Und ich muss zugeben, einen Mantel habe ich noch nie genäht. Naja, einen Bademantel schon :) .
Ich habe mich jetzt einige Tage online umgesehen, die vielen schönen Mäntel mit Military-Look mal beiseite gelassen ausser den hier, den ich im Blog von JOMA-style fand- auch im Rahmen eines Sew alongs genäht seinerzeit :).
Den Mantel finde ich wirklich hübsch, ich mag auch immer gerne optisch einfache Krägen, gerne etwas streng.
Mit meiner Konfektionsgrösse mag ich mich derzeit aber nicht gerne in einigermassen körpernah geschnittender Kleidung sehen, also fällt auch dieser schöne Mantel für mich raus. Definitiv werde ich ihn mir mal vormerken für ein vielleichtes nächstes mal.
Absolut verguckt habe ich mich in dieses schöne Modell von trendschnitt.ch .
Ich muss mir verkneifen, die Seite immer wieder aufzurufen, ich finde den Mantel im Egg-shape Stil umwerfend.
...alleine der Preis- puuh nee. Nicht wenn ich mich erst noch übe in der Sache. Aber auch dieser Mantel wird vorgemerkt. Superschön, wirklich. Wenn der dann noch aus absolut hochertigem Material angefertigt wird ist das sicher ein Traum. Ich mag mich da gar nicht sattsehen an dem Teil.
Aber weiter...
Das hier ist mein derzeitiges Vernunftprojekt für unseren Sew along und sicher auch vom Anspruch ans saubere Nähen reichlich genug Aufwand für mich. Zumal ich diesen Mantel damals beim Kauf der Ottobreausgabe eh ins Auge gefasst- und zwischenzeitlich wieder vergesse-hatte.
Vom Schnitt her etwas was ich jederzeit mal überziehen würde, mit seitlichem Abnäher und Luft vorm Bauch, ohne dass ich mir darin trutschig vorkommen muss. Der Kragen- hm.. ist nicht so ganz meins, vielleicht kann ich da in Eigenregie noch etwas pfiffigeres überlegen. Aber er passt ja so wie er ist einfach gut an den Mantel. Solange der nicht aussieht, als hätte ich den Mantel der englischen Queen abgeluchst ist für mich dann optisch auch alles ok. Rückseitig hätte ich wohl noch gerne einen kleinen Schlitz, ich denke das sollte machbar sein.
Für mich wird es wohl ein Wollstoff werden wie angegeben, farblich ist aus der gesamten Herbstpalette alles für mich drin, auch Beerentöne und sogar als farblicher Ausreisser ein kräftiger Rosa- oder Pinkton. Ich denke ich muss schauen was mir das überhaupt in die Finger kommt an Stoffen. Je dezenter der Oberstoff, desto auffälliger möchte ich allerdings farblich abfüttern .Wie eine persönliche Einladung zum Winterjacken Sew Along liest sich übrigens der Text zum Bild in der Ottobre Herbst/Winter 2014 :
"Es lohnt sich Zeit und Mühe in einen Herbstklassiker, wie einen schönen Wollmantel, zu investieren. Stoffe in guter Qualität zusammen mit tadelloser Näharbeit ergeben, dass Dein Lieblingsmantel Dir viele Wintersaisons lang Freude macht. Dieser Mantel in modischer Kokonform mit Leistentaschen und leicht eckig ausgeführten Armausschnittnähten, aus nachtblauem Wollstoff, hat ein Viskosefutter."
....naja dann!
Das nächste Treffen ist am 4.10. inclusive einem Schulterpolster-Tutorial. ...toll!
Freitag, 31. Juli 2015
Langeneß - und plötzlich trägt sie Röcke in Serie :)
Der Urlaub stand unmittelbar bevor und ich haderte nach wie vor mit meiner spärlichen Garderobe.
Ist ja nicht so, dass ich mir so rein gar nichts kaufen kann oder darf, aber aus gutem Grunde bin ich nach wie vor beim Bekleidungskauf regelrecht geizig. Persönlich verordnete Sparsamkeit gepaart mit einer Kleidergrösse "in der ich mich noch immer nicht sehe" versprechen nicht gerade gute Stimmung im Reisekoffer. Die wollte ich mir aber für mich und auch für meinen Mann für diesen Urlaub unbedingt mitnehmen. Ich kramte also in meinem Stapel an Bekleidungsstoffen sowie in meinem Schnittmusterbestand und fing einfach an. Zu verlieren gibt es ja nichts. Die verwendeten Stoffe habe ich schon einige Zeit liegen, gekostet haben sie allesamt nicht viel denn es sind Schnäppchenkäufe vom Stoffmarkt oder aus einem Stoffoutlet und die habe ich alle spontan gekauft.
Den ersten Langeneß-Rock nähte ich mir aus einem richtig schönen bestickten jeansblauen Stoff. Mit Godeteinsätzen und Reißverschluss seitlich. Ich habe mir besonders viel Mühe gegeben, die Rocklänge zu bestimmen. Wenn ich mir einen Rock nähe, dann meist für Frühjahr oder Herbst wenn ich Strumpfhosen dazu trage. Dann hat der Rock eine beliebige Länge "irgendwo über dem Knie". Da bin ich eigentlich immer zufriedenzustellen, wenn ich eh Stiefel dazu trage. Jetzt so sommerlich mit hoffentlich sonnenbrauen Beinen und Sandalen ... das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht-tatsächlich. Seit Geburt meiner Tochter bin ich bekleidungsmässig regelrecht unsicher geworden was das angeht. Da bot sich mir der Familienurlaub perfekt an um einfach mal Röcke draufloszutragen und mal reinzufühlen, wie es mir damit geht. Was soll ich sagen, ich habe in 16 Tagen nur einmal einen Nachmittag eine 3/4 Hose getragen und ansonsten ausschliesslich meine selbstgenähten Röcke :) .
Zurück zu Rocklänge: ich habe mich an die Regel gehalten, die schlankeste Stelle am Bein mit der Rocklänge zu betonen -also Rockende unmittelbar über dem Knie- und bin damit ganz gut gefahren. Dass ich Wasser einlagere im Laufe des Tages und Krampfis grüssen- na gut. Das ist eine OP-Baustelle für den Winter und 20 bin ich schon seit 27 Jahren nicht mehr . Aber ansonsten habe ich mich wirklich wohlgefühlt optisch sowie klimatisch. Hochsommer in Istrien eben.
Hier der erste Langeneß-Rock:
Übrigens hier mit einem umgebastelten alten Shirt. Ursprünglich war das ein Langarmshirt mit V-Ausschnitt, das ich nur noch zum Schlafen anzog. Weil der Stoff aber eine ganz tolle Quali hat wollte ich das Shirt nicht wegschmeissen. Ich habe grosszügig mit der Schere den Ausschnitt "beseitigt" sowie Ärmel gekürzt und den Saum im leichten Bogen abgeschnitten. Dann nur noch überall mit Rollsaum veräubert und bums :). Die Aktion hat mich an meine Nähanfänge erinnert irgendwann in den frühen 80ern. Taschengeldnot und Kleidungsbedarf machten damals irgendwie immer erfinderisch.
Mein Lieblings- Urlaubsrock. Ich liebe diesen Stoff- eigentlich aus Verlegenheit damals gekauft weil mir jemand den gleichen in oliv vor der Nase weggeschnappt hat. ... einfach eine beliebige Farbe aus dem Rock mit entsprechendem Shirt kombiniert und es passt. Vor allem an sonnenbraune Haut. Da habe ich ohne Godets gearbeitet und den Rock auch seitlich mehrmals meinen Kurven angepasst. Also vom Schnitt her nun kein reinrassiger Langeneß mehr :) .
Den hier habe ich etwas länger gemacht... überhaupt musste ich mit der vorhandenen Stoffmenge ein wenig rumstückeln. Schade, ich fand den Stoff und die Farben so toll aber als Rock wirkt der so gar nicht gelungen.
Mein Alltagsrock im Urlaub. Den habe ich noch eine Stunde vor Abreise im Morgengrauen mit heisser Nadel genäht. Nur mit Gummizug und Rollsaum, aber wieder mit Godeteinsätzen. Meine Tochter lag vollkommen übermüdet auf dem Sofa und heulte weil sie "auch so einen" haben wollte. Da hab ich ihr dann aus einem Restefitzel einen Schlauch genäht, Gummiband rein und das Kind war glücklich. Mein Mann lief packend vorbei und sagte nur tocken: " Du hast ja Nerven, jetzt noch zu nähen". Ja, manchmal hab ich die noch. Ich staune selbst :)
Hier nochmal alle Röcke mit weiteren spontanen Urlaubsshirts, die mit Schere und Rollsaum auf Sommer umgepimpt wurden, anstatt in die Altkleidersammlung zu wandern:
Tschühüüs und bis bald!
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