Lexikon

Montag, 29. Februar 2016

myboshi Glitz : Beanie mit Loop für das Kindlein





Ich hab ja fast immer irgendwas kleines unspektakuläres auf meinen Nadeln. Ab und zu ein Paar Socken, eine Mütze, Kinderschals, Babyjacken, ... zuletzt ein paar Stulpen für eine liebe Bekannte die selbst nicht stricken kann (... und an denen ich eine gefühlte Ewigkeit rumgenadelt habe).

In unserem diesjährigen Karnevalsfluchturlaub nach Norddeutschland fanden wir auf einen tollen Tip hin das riesige Wollgeschäft auf 2 Etagen in Husum am Hafen.  
Meiner Tochter habe ich ein Beanie versprochen und sie suchte sich unter den gefühlten Trillionen Knäulen schöner Wolle 
"myboshi Glitz" in schwarz aus. Nun gut- es steht ihr sogar. 
Ich habe 2 Knäule gekauft für UVP 3,80 das Knäuel.  
Hab ich noch nie verstrickt, irgendwie mochte ich diesen Hype um Häkelmützen und myboshi nie so recht... obwohl ich mit meinem unternehmerischen Auge seinerzeit schon sehr beeindruckt war von der richtigen Idee zur richtigen Zeit mit häkelnden Herren und den Wollsets.   Aber diese Wolle hätte ich selbst für mich nicht gekauft. 
Nun saß ich da, verstrickte die beiden Knäule an zwei Abenden und brauchte für den richtigen Beanielook   (laut meiner Tochter MUSS die Beanie am Hinterkopf sackig runterhängen)  noch ein bisschen mehr Wolle.
5 Knäule bestellte ich online über einen Abverkauf recht günstig nach. Diese kamen prompt und wurden  bis auf eines fast verstrickt. Unser Beanie bekam nämlich noch einen Loop als Partner.  


4 Tage war das Kindlein krank.  Jetzt lacht es wieder- Gott sei Dank :) .
Daher kann ich hier ganz frisch und am fieberfreien Kinde das Set mal zeigen:



Für die Strickerinnen unter uns:  Für die locker sitzende Beanie habe ich 80 Maschen angeschlagen und den Loop habe ich mit 200 Maschen rund gestrickt. Das alles nicht mit den empfohlenen 6er bis 7er Nadeln sondern mit 5ern.  









                                                                     Tschühüüüs!

Dienstag, 23. Februar 2016

Dessous nähen- ISABELL von Sewy sitzt, passt und trägt



Den BH Isabell von Sewy habe ich vor einigen Wochen problemlos im Alleingang zuhause fertigestellt.
Der vorangegangene Kurs hat sehr dazu beigatragen, mit den fummeligen Stoffen zurecht zu kommen, wobei ich auch zuhause doch das eine oder andere mal wieder trennen und neu nähen  musste. 

















Das gute Stück sitzt einwandfrei, anfangs war ich noch erstaunt dass ich das selbst so schön hinbekommen habe - inzwischen liegt hier schon ein weiteres Nähset bereit. 
Das Modell Isabell mag vielleicht ein wenig "oldschool" daherkommen, aber für mich war das eine gute Entscheidung. Der BH lässt sich super angenehm tragen und vor allem erfüllt er seinen Job hervorragend: er trägt, was zu tragen ist. Er war auch schon einige Male in der Wäsche und ist immernoch top.


Im Schnittmuster ist das obere Cupteil komplett aus Spitze eingesetzt, ich habe  "halb und halb" also Spitze und Stoff (in einem Stück) eingesetzt. Jetzt hat der BH ein wenig den Look eines Balconnett-BHs, vor allem auch weil das äussere Cupteil optisch so betont nach oben zieht. Also auf diese Weise hat sich das mit dem "oldschool" ein wenig gelegt :) . Man kann ihn ja eh nähen wie man möchte, komplett aus Spitze, oder im Mix oder komplett aus Stoff.

Im Laufe der Tragezeit hat sich gezeigt, dass ich die Träger etwas kürzen muss, sie sind bis jetzt bis zum Anschlag kurz eingestellt und müssten noch ein wenig Spielraum zum "Ziehen" haben.  Von daher ist es ja primstens, es einfach selbst ändern zu können.  Mit 2 Häkchen komme ich auch prima zurecht. Da zahlt sich der gute Sitz aus.



Mein Fazit:  Jederzeit wieder und preislich ist für mich das Selbernähen auf jeden Fall sogar um etwa die Hälfte  günstiger als gute Kaufware. 

Tschühüüüs!

Sonntag, 24. Januar 2016

Dessous nähen- ein Kurs im SEWY Shop ... was ist eigentlich dran am Dessousnähen? Mein Tageskurs:



Ich hatte ja schon in meinem letzten post von meinem Dessousnähvorhaben berichtet. 

Gestern war mein gebuchter Kurstag „Dessous-Nähen“ in den Räumen von SEWY in Weilerswist.

Gemeinsam mit 3 weiteren ambitionierten Dessoushobbynäherinnen habe ich satte 9 Stunden dort verbracht. Für mich war es das erste Mal, ich war auch echt  gleich sehr beeindruckt von den bereits begonnenen BHs der anderen Damen, die ich da sah.  





Den Schnitt mit und ohne Nahtzugaben hatte ich bereits zuhause auf ganz normalem Zeichenpapier vorbereitet.

Hier kann ich schon mal den Tipp geben, etwas festeres Papier zu nehmen anstelle von Schnittpapier denn fuddelig und flatterig wird der Zuschnitt ohnehin schon von selbst durch die speziellen Stoffe. 


Wer noch nie Dessous genäht hat und jetzt glaubt, dass man mit wahnsinnig vielen kleinen Stoffzuschnitten hantieren muss, dem gebe ich recht:) .  Aber die Schnitteile an sich halten sich zumindest beim Modell ISABELL in Grenzen. Ganze fünf unterschiedliche Teile verbraucht dieser BH, das ist alles. Das dann allerdings gleich mehrfach und aus unterschiedlichen Materialien im Zuschnitt. 



Der erste Näharbeitsgang verlangt das Zusammennähen der drei Cupteile, das hat mich gleich wieder mit den kleinen Stoffschnipseln versöhnt denn das ging ebenso problemlos wie das Absteppen.   

Über den gesamten Nähvorgang muss man eigentlich gar nicht mehr aufstehen:

kein Versäubern, kein Bügeln … auch mal toll.

Es wird mit kleiner Schere immer mal wieder Stoff an den Nahtzugaben stufig zurückgeschnitten und dann abgesteppt, wieder zurückgeschnitten und abermals abgesteppt und es hängen unzählige Fadenenden am Werk, die der Einfachheit halber im Rudel abgeknotet werden. 

Vernähen am Anfang und Ende fällt meist flach dafür ist es hilfreich wenn die Nähmaschine eine Punktierfunktion hat - muss nicht zwingend, macht aber den Ablauf etwas komfortabler. (Soweit ich weiß, hat meine Maschine diesen Stich nicht. Ich habe den Zickzackstich auf 0/0 gestellt und dann war das okay)-

Überhaupt sollte man seine Nähmaschine gut kennen. Im Sewy-Schnitt ist für jeden Stich eine Stichlänge und Stichbreite angegeben die man erstmal probeweise übernehmen sollte und dann gegebenenfalls anpasst. Bei meiner Brother Innovis 100 habe ich zB den Zickzackstich meist minimal grösser als angegeben eingestellt um das Material optimal zu fassen.

Im Vorhinein hatte ich mich mit Microtexnadeln eingedeckt, aber die Kursleiterin hat mir gleich den Tipp gegeben, es bei Fehlstichen mit 75er Stretchnadeln zu versuchen. Über den Nähverlauf ging eigentlich alles gut, aber bei der Verarbeitung vom Gummiband hat es dann gehakt- immer wieder Fehlstiche. Mit der Stretchnadel im Austausch lief dann alles einwandfrei. Das muss dann also auch jeder selbst austesten. 



Die kleinen Stoffzuschnitte werden ohne Ende gesteckt, ich hatte dafür meine Quiltnadeln mitgebracht. Aber etwas komfortabler wird es wohl mit kürzeren und feineren Nadeln. So ein bisschen tricky wurde es für mich beim Aufnähen des Bügelbandes.  Es ist etwas sperrig, soll beim Nähen gedehnt werden und auch noch genau auf der darunterliegenden Naht aufgesteppt werden. Das dann in Rundung. Also da hab ich dann ein wenig Puste gebraucht und gaaaanz langsam genäht.

Gummiband gedehnt annähen kann ich ganz gut, aber dennoch werde ich das gestrige wieder abtrennen. Es ist ja quasi jeder Zickzackstich am BH später sichtbar.  Das dann auf meist etwas glänzendem Material aufgenäht fällt schon auf und verzeiht ja optisch keine Fehler. Wer da geübt ist, der ist klar im Vorteil :)



Durch die unterschiedlichen Materialien wie Spitze elastisch oder unelastisch, flutschige Stoffe, Powernet ( eine Art Gittertüll)  und die verschiedenen Bänder und Gummis ist die gesamte Näharbeit ein wenig tricky und für mich etwas ungewohnt. Wer nicht grundsätzlich schlechte Laune vom wieder auftrennen bekommt, der hat insgesamt mehr Spass am Nähen.

Ich persönlich arbeite übrigens gänzlich ohne Nahttrenner. Ich trenne seit jeher effektiv und materialschonend durch wechselseitiges, schnelles „Fadenreissen“.  Es geht tatsächlich bei der Näharbeit gelegentlich um 2mm mehr oder weniger und wenn man sich dann den BH ansieht und feststellt, dass er „schielt“ oder ein Cup etwas anders als der andere aussieht, dann wird eben wieder aufgetrennt. Letztendlich ist ein BH in der Regel ein absolut symmetrisch aufgebautes Kleidungsstück, das so bequem wie nur möglich „etwas leisten“ soll/muss- also bei mir. Druckstellen, kleine Hubbel oder Unregelmässigkeiten möchte ich nicht den ganzen Tag auf der Haut spüren, ich habe mich dann echt hingesetzt und aufgetrennt. 


Ich persönlich traue mir nicht zu, den ersten BH ohne Anleitung anzufertigen. Bei nahezu jedem beschriebenen Nähschritt hatte ich Fragen oder wusste nicht, wie ich das umsetzen soll. Ganz ganz viel spannendes, nähtechnisches Neuland mit einer wirklich sehr angenehmen, versierten Kursleiterin. Da war ich echt froh, das mir nicht alleine zugetraut zugemutet zu haben- aber ich bin im Bekleidungsnähen ja auch bei Weitem noch nicht fachlich versiert.  Vielleicht sind andere Näherinnen da ja ganz flott unterwegs. 


Einen kleinen Fauxpas habe ich mir geleistet, der mir auch erst gegen Abend auffiel und mich dazu brachte die Abfalleimer im Kursraum zu durchwühlen:  mein allererstes Probenähen morgens mit dem BH-Material habe ich mit Zuschnittresten  ausprobiert. Dabei ist mir das aufwendigste Zuschnitteil –auch noch aus Spitze- dazwischengeraten und ich habe es versehentlich mit vernäht und weggeschmissen. Ich fand es wieder, trennte es von den Probestoffetzen ab und sah, dass ich es nebenbei auch noch zerschnitten hatte.


Einen passenden Spitzenrest hatte ich nicht mehr, den schönen Stoff konnte ich im Laden nicht mehr nachkaufen weil nicht mehr erhältlich.  Fast hätte ich mir ein identisches Nähset nachgekauft für etwa 40Euro- nur um ein Stück Spitze daraus zuzuschneiden, aber zusammen mit der Kursleiterin habe ich das verhuddelte Fitzelchen wieder zusammenflicken können. Ich hatte nämlich Glück:  das Stück Spitze sitzt genau unter einem Cup und wird später fast vollständig von Gummi umfasst. Außerdem wird es mit Gittertüll unterlegt- so habe ich die zerschnittenen Teile nahezu unsichtbar mit einem Zickzackstich verbinden und retten können. Glück gehabt! Also passt immer gut auf Eure Zuschnitte auf :) !

Ich habe den BH noch nicht fertiggenäht und werde sehen, ob ich das allein schaffe oder noch einmal einen Kurs besuche. Darüber kann ich  gerne berichten! Wenn ich gewusst hätte, dass ich eien BH nicht komplett an einem Kurstag fertigstellen kann, dann hätte ich einen 2-Tagesurs Samstag/Sonntag gebucht.



Einen allerletzten Tip habe ich:  cremt Eure Hände gut ein, vorher. Ich bin ja oft auch gröber handwerklich unterwegs und habe keine ausgesprochen weiche Haut an den Händen. Es blieb mir oft die Spitze an den rauen Fingern hängen. Nichts schlimmes, nur lästig aber ich habe mir gestern mehr als einmal meine gute Handcreme im Nähzubehör herbeigewünscht.



Wer sich für einen Kostenüberschlag interessiert bekommt hier mal mein persönliches Beispiel:

Ich kaufe gute MarkenBHs, die in der Regel um die 70 oder 80 Euro kosten.

Der Tageskurs kostete mich 60 Euro, das Nähset habe ich mit dem Schnitt für rund 40 Euro bekommen. Da drin ist allerdings deutlich mehr, als man für das Nähen eines BHs benötigt. Es beinhaltet ausreichend Spitze und Gummiband, sowie verschiedene Stoffe um sich den BH in eigener Gestaltung anzufertigen  plus soviel Material, dass mindestens 1 Höschen noch dabei rausspringt.  Bei einschlägigen Marken zahle ich für BH plus passendem Höschen gut über 100 Euro.

Kurs und Nähset kosten also zusammen um die 100 Euro und so profitiere ich schon beim zweiten Stoffeinlauf vom Selbernähen.  Wer sich kein fertiges Nähset kaufen möchte, der kommt vermutlich nochmal nen Tacken billiger weg und stellt sich sein komplettes Material genau passend in der Menge zusammen. 

Wie auch immer:  SEWY ist für mich ein Glücksfall und ich kann mir gut vorstellen, meine Dessous zukünftig komplett selbst anzufertigen. Sehr zur Freude auch meines Mannes ;) .














Donnerstag, 21. Januar 2016

Dessous nähen- ein Kurs im SEWY Shop





Einschlägige Dessous-Näherinnen kennen ihn vermutlich: den SEWY-Shop.

Vornehmlich als Online-shop bekannt, hab ich den Laden quasi direkt um die Ecke- nur etwa 20 min Autofahrt entfernt im beschaulichen Weilerswist. Ich glaube, ich finde das klasse!

Ich hatte vor einigen Wochen einen Dessous-Nähkurs online gebucht der jetzt am Wochenende dort im Laden stattfindet und habe heute den Einkauf der „Zutaten“ dort erledigt sowie eine BH-Anprobe gemacht um sicher zu sein, dass der selbstgenähte BH nicht nur sitzt und passt, sondern auch trägt.  Für meine Bedürfnisse gab es zwei Modelle zur Auswahl, entschieden habe ich mich ganz schnell für den Schnitt ISABELL.

Wer schonmal eine wirklich erstklassige Beratung beim BH-Kauf genossen hat, der bekommt hier bei Sewy nochmal ein Topping obendrauf:

Du wirst ersteinmal befragt was denn der BH leisten soll, dann darfst Du ein Probemodell anziehen. Die Verkäuferin schaut und berät diskret und absolut versiert abseits des Verkaufsraumes im Bad während sie mit Dir vor dem Spiegel steht.

„Hier sitzt das Modell sehr gut, aber hier schiebt es alles nach oben, dort ist noch Luft, da an der Stelle kann man  überlegen beim Selbernähen noch einen cm wegzunehmen in der Weite. Dort das Dreieck zwischen den Cups soll nach Möglichkeit direkt auf der Haut aufliegen- das tut es hier bei Ihnen aber nicht, sehen Sie das?  (…wusstet Ihr das?  Ich nicht) und ist Ihnen der Träger breit genug? “.  So ungefähr.

Ich probierte eine größeren Cup und schon war klar: Isabell wird genäht so wie es der Schnitt vorsieht, nur in der Weite nehme ich 2cm weg, dann habe ich beim Hakenband vollen Spielraum zum enger stellen.

Die Verkaufsräume sind ein Eldorado für Fans von fummeligem Microtexmaterial, Dessous- und Bademodenstoffen, Bändern, Spitzen, Litzen, Gummibändern, Schnittmustern und sämtlichen vorstellbaren und mir unbekanntem Material zur Anfertigung von Wäsche- auch für den Mann.

Meine Vorstellung – mein fester Wunsch und Vorsatz - war ein selbstgenähter schokoladenbrauner BH mit ein bisschen Spitze und Tamtam.  Jetzt hätte ich mich in den unendlichen Weiten der Shopregale austoben können, aber ich ahnte: das wird mit mir nichts. In meinem rein theoretischen Perfektionismus hätte ich nie eine zufriedenstellende Auswahl verschiedener Dessins, Bänder, Schleifchen, Spitzen für mich treffen können.  Ich habe mich dann einfach aus den vielfältigen, zauberhaften  Nähsets bedient, die schon fertig zusammengestellt und verpackt ausliegen. Schokoladenbraun stand auch zur Auswahl, mir gefiel jedoch die Spitze darin nicht.  Hätte ich austauschen können gegen ein Spitze meiner Wahl, hab ich aber nicht :) . Ich hätte ebenso ein Hakenband mit 3 statt 2 Häkchen haben können oder ein beliebiges anderes Zubehörteil nach meinen Wünschen im Austausch, aber mich lachte ein Set im Karomuster mit schöner Spitze an: Lila, Flieder- so ähnlich. 



Das wird meins. Gemeinsam mit der Verkäuferin habe ich mir nochmal die Zutaten angesehen, das Hakenband ausgetauscht und den Rest für perfekt befunden.  Den Schnitt kaufte ich gleich mit und so im Set „Stoff plus Schnitt“ bekommt man auf den BH-Schnitt gleich mal 40% vom Preis nachgelassen.

Für den Kurstag empfiehlt es sich den Schnitt schon vorbereitet mitzubringen: Einmal inclusive aller Passzeichen usw ohne Nahtzugabe und einmal mit Nahtzugabe. Der Stoff an sich wird erst im Kurs angeschnitten. Am liebsten- so  die Kursleiterin- mit dem Rollschneider.

Das Ding ist nicht mein Freund …ich habe wohl einen Rollschneider zuhause liegen, aber ich nutze ihn fast nie.

Jetzt im Kurs komme ich vielleicht- hoffentlich- auf den Geschmack. Der Rollschneider wird mir helfen, die fummeligen Stoffe millimetergenau zuzuschneiden. Beim Dessousnähen schonmal ein A und O von vermutlich einigen.

Jetzt kommt echte Vorfreude auf!



Im nächsten SEWY-blogpost erzähle ich aus dem Kurs, wenn Ihr mögt.




( ... und wer jetzt noch auf meinen Cocoon Shape wartet: der ist tatsächlich bald fertig. Versprochen!)




Dienstag, 1. Dezember 2015

Winterjacken Sew-Along 2015 : Das Finale mit meinem Cocoon-Shape

Zum Finale zeige ich Euch meinen Wintermantel noch unfertig. 






Dennoch kann ich sagen, dass ich richtig Freude an dem guten Stück habe. Tatsächlich hätte ich nämlich nicht gedacht, dass der Schnitt so schön aussieht.  Ich habe mich -zum Glück- an die Grössenangaben gehalten und so kommt die Egg-Shape Form richtig gut rüber.  Leicht überschnittene Schultern, viel Platz im Mantel beim Tragen und eine schöne Form.  Meine Sorge, ich könnte aussehen wie Queen-Mum hat sich nicht bestätigt. Ich denke durch die kräftige Farbe und das Giraffenmusterfutter hab ich den Mantel gut rübergerettet in eine schicke Winterhülle. 
Ich habe heute mittag schnell huschhusch einige Fotos gemacht. Nicht schön, aber immerhin ein kleiner Einblick:   







Beim Anfertigen habe ich etwas gelernt und bin sehr zufrieden:  Die Leistentaschen hab ich zum ersten mal genäht und sie sind mir schon im ersten Anlauf recht gut gelungen. Bei einem nächsten mal weiß ich noch besser, wie ich sie perfekt hinbekommen kann:  






Der Kragen liegt gut, die Ärmel habe ich einen Tick verlängert. Die Futterärmel habe ich aus richtigem Futterstoff angefertigt, da wollte ich sichergehen dass mir der Stoff nicht an den Klamotten hängenbleibt beim reinschlüpfen.  




Bei der Knopfauswahl habe ich mich nicht wahnsinnig umgeschaut. Ich habe im erstbesten Stoffgeschäft diese hier gefunden und bin soweit ganz zufrieden  Sie korrespondieren farblich auch ein wenig mit der Farbe des Futterstoffes, sind hübsch aber nicht zu auffällig:



 


Jetzt muss ich mich noch um das Verbinden von Futter und Mantelstoff kümmern, aber da habe ich beim Zusammennähen gepatzt:  Jetzt habe ich an allen Schnitteilen  unterschiedliche Längen und muss mal  in Ruhe 
ein bisschen auftrennen und anpassen.  Wäre alles soweit gut gelungen, dann hätte ich gestern den Mantel noch fertiggenäht, aber meine Prioritäten liegen derzeit ganz woanders, nämlich hier:






In exakt 4 Wochen haben wir die ersten Gäste, die unser Ferienhaus mieten werden und SO sieht es jetzt aus. Wir werden es fertigbekommen-keine Frage.  Und es wird auch ganz kuschelig eingerichtet sein und alles am Platz haben was man so zum Wohlfühlen braucht. Aber ich muss wohl nicht näher erklären, dass dann so ein Wintermantelprojekt im Zweifel da zeitlich den kürzeren zieht. Fast alle Arbeiten und Restaurierungsaufgaben haben wir selbst in die Hand genommen, jetzt verlassen wir uns auf die Handwerker die rechtzeitig Bäder und Türen fertigstellen.  Alles andere haben wir im Griff- knapp aber überschaubar :).  Das ist nicht unser erstes Projekt dieser Art, von daher sind wir angespannt aber guter Dinge.

Zum Finale der Herzen bin ich definitiv dabei, ich bin ganz ungeduldig den Mantel fertigzustellen.  
Der Cocoon-Shape aus der Ottobre wurde noch von zwei weiteren Teilnehmerinnen genäht, das finde ich spannend.  So im Gesamtüberblick der Teilnehmerinnen gefällt mir ganz viel und die Vielfalt der Modelle finde ich grandios.  Was für ein Fundus zum Schmökern und anschauen!
Vielen Dank den beiden Veranstalterinnen Karin und Lucy für den wunderbaren Sew Along, ohne den ich sicher wieder auf kleineren Nähprojekten für mich hängen geblieben wäre! 

HIER könnt Ihr schauen, was alles gezaubert wurde in den Wochen.

Tschühüüs!






Montag, 2. November 2015

WJSA2015 zweiter Zwischenstand

Ich könnte mir vorstellen, dass mein Mantel und ich Freunde werden, soviel schonmal vorneweg.  





Ich habe sicherheitshalber und zum ersten mal überhaupt ein Probemodell angefertigt. Im Nähkurs unter den Augen meiner Mitnäherinnen.  Als ich mich fragte, wieso um himmelswillen dieser Ärmel nicht anständig einzusetzen ist, habe ich den Probemantel mit einem Ärmel mal anprobiert/ versucht, anzuprobieren. Ich konnte vor Schreien und Lachen nicht reden, hab immer nur in höchsten Tönen rumgequietscht unter Lachtränen:  Den einen Ärmel hatte ich versehentlich ins Halsloch gesetzt- der Mantel sah aus wie ein Ganzkörperbeanie für Elefanten.   Als ich das aber korrigiert hatte, war alles tutti soweit.  
Bisher hat mir das Nähen also so gar keine Probleme bereitet... da frage ich mich, warum ich das immer wieder so rausschieben muss mit der Näharbeit?  Der Stoff ist ganz toll - nachwievor. Die Farbe ist wahnsinnig lebending und das Vernähen klappt ganz wunderbar.  Ich hoffe, dass ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehne denn fertig ist mein Wintermantel noch lange nicht.  Bis heute habe ich den Oberstoff nur soweit zusammengenäht, dass die Ärmel eingesetzt sind und ich mir das "Ding" mal überwefen konnte vor dem Spiegel.  Mein kleiner Sohn -nicht ganz drei Jahre alt- schaute mir zu und fragte:  "Deine Decke, Mama?"  Ich versuche mal, mir dazu nicht allzuviele Gedanken zu machen :) .  Den Futterstoff habe ich soweit fertig auch mit den Belegen, dass ich ihn mal mit dem Mantel zusammenstecken konnte. Futterärmel fehlen auch noch und der Kragen- aber fürs Foto reicht das ja so. 




Zur Passform kann ich nicht viel sagen. Ich denke der Schnitt ist so konstruiert dass da passformmässig viel Spielraum ist bevor man sagen muss: "geht gar nicht" .  Das ist für mich ja auch einer von einigen Gründen, warum ich mir den Mantel ausgesucht habe.
Ich fand ja bisher den Giraffenfutterstoff richtig witzig und schmissig... 






...aber so angesteckt an den Mantelstoff kommt mir das ehrlicherweise noch mehr Queen-England-mässig vor als der Mantelschnitt ohnehin schon... oder wie seht Ihr das?   Noch ein bisschen Tosca drauf versprühen und dann ist das Ding rund?  Oder ist das jetzt wirklich im besseren Sinne witzig?   Also so ein kleiner "Boah" Effekt, der täte mir dann schon gut, wenn das Futter rausblitzt, weil ich den Mantelschnitt  so ein bisschen sehr oldscool finde. Ich hatte ja offiziell über eine Paspel nachgedacht und hätte eine neongelbe Samtpaspel, die ich dafür verwenden könnte.  Ist das zu spacig? 
Die Taschen werde ich unter Aufsicht anfertigen im Nähkurs, da wäre ein Patzer total schade. Solche Taschen habe ich noch nie genäht und einen teuren Stoff, halb vernäht so mittendrin einzuschneiden für die Taschen ist schon ne Nummer für sich.
Ich freue mich sehr über Meike´s Paspelknopfloch-Tutorial diese Woche. Da werde ich an einem Teststück mal ausprobieren ob mir das locker von der Hand geht und dann sehe ich diese Knopflöcher an meinem Mantel :)   .
Ich hab schonmal auf die Linkliste von Me Made Mittwoch gelinst, da sind schon spannende weitere Mäntel genäht worden. 
Schaut mal rein!

Tschühüüüs!
Wiebke