Lexikon

Mittwoch, 5. Juli 2017

Espadrilles selbstgemacht mit Sohlen von Prym - leider geil ...





Was haben die damals noch gekostet, als ich so Mitte der 80er die ersten Espadrilles kaufte?  5 Mark waren das.  Dunkelblau waren bei mir die ersten und danach schwarze.Und dann immer wieder mal welche in allen Farben  weil man sie so gut vom Taschengeld kaufen konnte. 
Ja und dann irgendwann verschwanden sie für ganz lange.
Vor 2 Jahren hab ich sie dann in einigen Nähblogs wiedergesehen -als DIY- Projekte mit fertigen Sohlen von Prym und von Hand genäht.

Ein ganz kleiner Hype war das, ich habe danach leider nie wieder etwas gelesen. Ich wüsste zb gerne ob sie einigermaßen gehalten haben nach dem selbernähen oder ob es am Ende doch eher schnelle Teile für die Tonne gewesen sind.

Meine ersten Prym-Sohlen ( für 8 Euro und die Anleitung zum Nähen muss man sich bei Prym runterladen)  habe ich kürzlich mit schwarzbuntem Fischestoff genäht. Was ich nicht wusste: das Handnähgarn für die Sohlen muss man sich extra besorgen, ist also nicht in der Packung dabei. Ich hab dann schnell noch nen Strang Handstickkgarn  gekauft- geht auch und hält vermutlich genauso.

Weil meine Nähmschine in der Werkstatt war und ich keine grossen Sache nähen konnte,habe ich also die Espadrilles genäht. 
Alles schön nach Anleitung, für mich als Gimmick aber zusätzlich mit Paspelabschluss an den oberen Kanten.

Schöner Schuh, nur leider viel Zug weil falsch zugschnitten.


Die Stecknadeln sind aus meinem Beruf: dicke, sogenannte Polsterstecker die schön griffig sind und gut in der Sohle steckenbleiben ohne zu verbiegen.
Alles schön, alles gut.  Bei der Anprobe flutschte nur leider immer meine Hacke aus dem Schuh:
zuviel Spiel an der Hacke...
  

So würden sie super passen, aber leider passt der Schnitt nicht kopfstehend.

Beim Abgleich mit dem Schnittmuster musste ich feststellen, dass ich das Fußteil leider verkehrtherum zugeschnitten hatte und dadurch zuviel " Luft" hinten am Schuh ist. Im Schnittteil von Prym  war gar nicht vermerkt was oben und unten ist...

Schön, nur leider verkehrt zugeschnitten.

....rrrrischtisch , aber  so leider nicht mehr zu gebrauchen.


Tja, einfach auftrennen und umdrehen iss nich.
Die Fische stehen dann auf dem Kopf und die Paspel sitzt dann unten an der Sohle... obwohl... 

 


Beim Korrekturstecken  gefiel mir das mit der Paspel untenrum.
 


Für mich, die ich beruflich zeitweise viel mit der Hand nähen musste ( mit krummen Nadeln, stundenlang  und durch dickes Material in Sitzmöbeln... schön mit Blasen oder Schwielen an den Händen nach der Arbeit :) )wird das sicher kein Problem sein von Hand  um die Paspel zu nähen..    Ich denke, ich versuche es nochmal. Vielleicht sogar tasächlich mit Paspel komplett um die Sohle herum- mal sehen. 




 Ich berichte.




















Mittwoch, 28. Juni 2017

Buchbindeworkshop nach Müllerin Art in der Papierfabrik "Alte Dombach"





Einen ersten halbtägigen Workshop bei Michaela ( Müllerin Art) hatte ich bereits im letzten Jahr im August besucht. Nachzulesen -wer mag-  HIER . 
Letztes Wochenende hatten wir zwei ganze Tage in netter Teilnehmerinnengesellschaft  zur Verfügung, mit allem Zipp und Zapp: Muster entwerfen, Stempel schnitzen, Drucken mit verschiedenen Techniken. Hefte und Bücher binden, uns ein bisschen an verschiedenen Techniken versuchen.  Das ganz dann hier in der passenden Atmosphäre der Papierfabrik "Alte Dombach" in Bergisch Gladbach, einem LVR- Industriemuseum.





Die Stempelmuster die ich für meine ersten Drucke schnitzte hatten Fliesencharakter und ich war fasziniert davon ,welches Bild sie beim Aneinanderdrucken ergaben.  


..hä?  Blütenmuster?  War gar nicht meine Absicht- aber schön :) !

geliebte Diagonale. Die kritzele ich eh ständig überall hin...

...pfoah!   ein Stempel, viele Möglichkeiten...



Ich kam gar nicht auf die Idee, einzelne Motive zu entwerfen sondern habe die Stempel immer wieder gedreht und geguckt was für Muster beim aneinanderdrucken dabei herauskamen.  Zum Schluss musste ich mich beeilen, einige Blätter zu bedrucken damit ich am nächsten Tag Bücher damit binden kann!
Aus meiner mageren Ausbeute konnte ich aber richtig schöne Einbandpapiere drucken, die ich dann mit Michaelas Schablone zuschnitt. Hier kupfer auf rot...   bisschen orientalisch, bisschen weihnachtlich:


:


 Die Seiten und Lagen wurden gefaltet und geschnitten, dann zusammengenäht ...






...und geklebt und gebunden:





Meine Ausbeute aus den zwei Tagen. 

Ich hatte mir schnell noch einen kleinen "Gräserstempel" geschnitzt, dessen Motiv ich einzeln drucken wollte aber dann ist mit mir wieder die Fliesendruckerin durchgegangen und ich habe das Motiv dann auch  nahtlos aneinanergereiht und verstürzt.
Das Ergebnis ist mein Lieblingsbuch ( mit türkisfarbenen Leinenstreifen) :





Ein ganz besonderer Moment ist, wenn zum Schluss alle Teilnehmerinnen ihre Bücher zusammenlegen und man die Vielfalt sieht:
 




..toll, oder?




Und alles fing mit einer kleinen Skizze auf Papier an :).   Das hat mich am meisten beeindruckt. 




Der Sonntag wurde begleitet von einer Führung durch das Papiermuseum  "Alte Dombach".
Ich gehe ja eh schon gerne in Museen, aber das hier hat mich absolut begeistert!  Die Kulturgechichte und die Herstellung von Papier im Laufe der Zeit.  So witzig, vielfältig, eindrucksvoll, mahnend und liebevoll ausgestellt und gebaut- ich habe sowas auch in der Art der Darstellung professionell umgesetzt noch nie gesehen.

Unbedingt sehenswert !  Allein schon das weitläufige Gelände mit den historischen Häusern, dem Café... 
Wir wohnen selbst ja auch auf so einer Art " Hofanlage mit mehreren Gebäuden" und zwischendurch dachte ich schonmal: boah, die ganze Arbeit hier, das instand zu halten!"

Es ist wirklich einen Tagesausflug wert!!

Die Wassermühle, die tatsächlich noch läuft!



...zum "auf die Kacke hauen"

Überall etwas, das man ausprobieren und in Bewegung sehen kann!

..na, wer findet den "Schenkelklopfer"?

Papierschöpfen- wer mag.







Ich habe um die Erlaubnis gefragt, zu fotografieren. Danke dafür! 



Gerne wieder, Michaela!












Sonntag, 18. Juni 2017

Vom Blog ins anfassbare Leben: Michou ( loves Vintage )

Es gibt Begegnungen, die nachhaltig Eindruck machen.  Da können sie noch so kurz sein: 
Ich bin absolut verlässliche Leserin des Blogs von Michou. Seit wann kann ich gar nicht so genau sagen... vielleicht 2 oder 3 Jahre? Es gehört zu meiner Blogleseroutine, täglich bei ihr nach Neuigkeiten zu schauen - nicht weil sich unser Kleidungsstil so wahnsinnig ähneln würde ( tut er nicht) oder weil ich mir irre viele Nähkniffe abschauen könnte ( ich bin nicht die Schnittanpasserin).
Schon oft habe ich überlegt, was ich an ihrem Blog so schätze.  Es ist definitiv die Nähe zur Leserin, die sie aufbaut in ihrer Art der Schreibe. Es ist gleichermaßen die Privatheit und Offenheit, das Zweifeln und die Glücksgefühle beim Nähen die sie vor der Leserin ausbreitet und  in die ich  mit hineingenommen werde - einfach das absoult echt sein. Dazu gehören für mich auch die Fotos vor der Küchenzeile, das sichtliche Abmühen mit der nicht vorhandenen Bildqualität, ihre ureigenen Gedanken zum Thema "Frau". 
Nicht zuletzt: wir sind gleich alt und haben recht junge Kinder, quälen uns herum mit den sich sich verändernden Ansprüchen an das was wir im Prozess des Älterwerdens für uns Mode nennen. Und dann lebt sie in Bonn- einen Katzensprung entfernt sozusagen :).




Da sitze ich gestern mit meinen Kindern und einer lieben alten Freundin ( alt, weil über 70 :)) vor der Eisdiele in der Münstereifler City, fühle mich ein bisschen fancy weil ich mir zur Feier des Tages etwas Mühe mit meinem Äusseren gemacht habe ( ich führe meine neuen Schuhe aus die mit Wendepailletten in weiß/ Gold bestickt sind und trage eine superduper dazu passende 7/8tel Jeans in strassbesetzter "destroyed-Optik" dazu ) und entdecke ein vertrautes Gesicht. "Witzig! Da isse ja!" ...irgendwie sowas hab ich gedacht und musste schnell überlegen was ich in die Fußgängerzone rufe um sie auf mich aufmerksam zu machen, denn: sie kennt mich ja nun gar nicht.  Mein Kopf kramt ohne mein Zutun ein " Kommen Sie aus Bonn?" raus. Das erscheint mir beim Rufen wenig aufdringlich, schmälert die vermeintliche Zielgruppe und stellt mich zum Glück nicht so in den Mittelpunkt. 
Michou dreht sich um- jey!!  Jetzt muss ich schnell erklären warum ich sie kenne und sie mich nicht, sonst isse wieder weg.
Ich rede mit hochgereckten Händen die bildlich ein "Gänsefüßchen"  beschreiben und spreche mittig zwischen die pantomimischen Gänsefüsschen von Blog und so .   Gleichzeitig denke ich mir: mensch Wiebke, steh doch auf beim reden und hör auf zu Siezen, das braucht Ihr doch nicht wirklich miteinander haben!   Dann geht mir durch den Kopf, dass diese Art kennenlernen irgendwo bei Prominenz entdecken, Fankultur und Kontaktanzeigen abgelegt sein müsste und doch ganz anders ist. So ein Phänomen  gibt es vermutlich erst seit es soziale Medien gibt, bei denen man Menschen lesend recht nah kommen kann, sich im Laufe der Zeit im positiven Sinne sehr  an sie gewöhnt und dabei vollkommen vergisst, dass man ihnen noch nie wirklich begegnet ist. Wenn nicht die Bereitschaft der Schreibenden vorausgesetzt wäre, soviel Nähe zu unbekannten Lesern zu erlauben hat das sofort was von Stalking. Seltsam, oder?

Was Michou durch den Kopf ging, lest Ihr hier: 

Geliebte Leserinnen

 
Ich musste schmunzeln, als ich gestern ihren prompten Beitrag zu unserer Begegnung las.
Zuvor machte ich mir noch Gedanken, ob ihr sowas öfter passiert- bekannt genug ist sie ja als Bloggerin dafür.   Und ich überlegte, ob ich ihr zu nahe getreten bin mit meinem Nölen über die Passwortsperre in ihrem letzten post.  Und überhaupt:  kommt da in der Kürze der Zeit gegenseitig überhaupt zwischenmenschlich was rüber? Das ist ja schon anders, als sich auf einem offiziellen Bloggerevent über den Weg zu laufen und sich anzusprechen- das gehört dort ja  quasi dazu. Und doch: einmal herzlich umarmt zwischen den Eisdielengästen  und das Gefühl gehabt: hier müsste jetzt viel mehr Zeit füreinander sein.
Soviel zu meinen Gedanken während unserer Begegnung.

Liebe Michou!
Auf der " die möchte ich unbedingt gerne einmal in echt kennenlernen und ein bisschen quatschen"- Liste standest du ganz oben bei mir.  
Ich kann das -speziell nach dem Lesen deines Berichtes unserer Begegnung- nur zurückgeben:
You made my day!  Tatsache :). 
Gerne wieder, gerne ausführlicher nochmal "in echt" !  
Und schreib weiter so- genau so. Wir mögen das!



Donnerstag, 15. Juni 2017

Welche gemusterten Oberteile kann ich tragen und warum? Was geht auch jenseits meiner Farbpalette und wieso?

Fragen über Fragen :)



Meine letzten Stoffkäufe waren fast ausnahmslos gemusterte Stoffe- auffällig gemustert zum Teil.
Mit der Strategie: "wenn´s mir nicht gefällt kann ich mir immernoch einen Rock draus machen und ein einfarbiges Oberteil dazu tragen" hab ich solche Einkäufe schon öfter mal gerechtfertigt, bin damit aber schon lange nicht mehr zufrieden. 
Es kostet zuviel Verschnitt, es ist immer erstmal mit Frust verbunden und endet bestenfall in Auftrennen und was anderes nähen.  
Gemusterte Röcke trage ich ja immer gerne! Aber mal so ein schönes Kleid oder eine Tunika, ein Shirt oder eine Bluse in  auffällig gemustertem Stoff hätte ich schon gerne.  Über die Jahre ist mir das Gefühl dafür vollkommen abhanden gekommen (darauf musste ich erstmal kommen- eine echte Erkenntnis :) !) und bis auf ein oder zwei gekaufte Blusen sieht es inzwischen echt mager aus in meinem Kleiderschrank. Ich hatte lange keine Ahnung mehr was mir steht und nicht... und vor allem warum.  
Was mir  (neben einer Liste an Lieblingsfarben, Schmuck und Klamottentypen ) hilft ist ganz schlicht: Fotos machen. 

Vor einiger Zeit kaufte ich online einen schwarzgrundigen Blumenstoff den ich zu einem A-Linienkleid vernähen wollte.  Als ich den Stoff dann im Paket liegen sah wusste ich ganz schnell: das gibt nicht wirklich was.  Ich hab es dann doch versucht und es sah schrecklich aus.  Wie Omas Kittel, wie ein Mauerblümchen, wie "Kannste so machen, aber iss dann halt scheisse". 

Hier der Stoff:

 
Nee, das bin ich nicht.  Auch nicht als Rock.  Oben nicht, unten nicht:
Keine Ahnung ob ich den Stoff gekauft hätte wenn ich ihn "in echt" im Laden gesehen hätte.  
Ich kann mir da nicht mehr so ganz trauen.

Gestern dann im Stoffgeschäft... ich wollte Gummiband kaufen und finde dann das hier:




Ein Panel, 70cm hoch.  Ich breche innerlich in Jubel aus: ist-der-geil-das-wird-ein-Shirt-mit-viel-schwarz-boah! 
Ob mir das steht?   Die Farben sind hier ganz ähnlich. Insgesamt einen kleinen Tick wärmer, was von Vorteil ist-  aber der Stil ist ja mal komplett ne andere Nummer.  
Das könnte mich immerhin retten: Hier steht die Rockerlady mit schwarzer Animalprinthose, Stiefeletten  und  oversized Tigershirt.   Diese Art Statement kann ich ganz gut.  Da müssen dann auch die Farben nicht schmeicheln- aber warum eigentlich nicht?  

Guckt mal, die Farben sind ganz ähnlich, das fand ich interessant als ich sie dann zuhause verglich:




 

  




 ...und doch ist alles ganz anders- auch die Stoffart:




Obwohl die Farbwahl beim Blumenkleid voll daneben war weiß ich beim Tigerprint: das wird nix für die Tonne!

 

 
 


Jetzt muss ich mir erstmal passend schwarzen Visosejersey kaufen und dann schaunmermal.



Ein mutiger Glückstreffer war dann letzte Woche das hier:




Dieser Viscosekrepp fiel mir vor einiger Zeit schon ins Auge, aber ich hab mich echt nicht getraut.  Wenn ich den rapportgerecht kaufe, dann ist das kein Schnäppchen bei 27 Euro pro Meter.
Dann hab ich ihn aber doch noch gekauft, knapp kalkuliert im Stoffverbrauch (und somit die Ärmel leider nicht im Musterverlauf wie es sich gehören würde)  und das A-Linienkleid als Tunika ( weil kürzer) genäht.
Steht mir und punkt .  Aber warum?  



Was ich weiß:  hier versammeln sich eine ganze Handvoll von Farben, die mir gut stehen. Herbst- und Gewürzfarben.  Dann noch ein Hauch von Hippie und Daumen hoch.  Auch der weichfliessende Stoff schmeichelt.
Hier also volle Punktzahl.





das Bild gibt die Farben schon ziemlich genau wieder:


In diesem Kleid fühle ich mich wohl, schaue mir gerne die vielfältigen Muster und Farben an und denke mir: wenn ich das als fertiges Kleid im Laden gesehen hätte dann wäre ich möglicherweise dran vorbeigelaufen. 


Hier bin ich happy mit dem Stoffkauf. Am Ende hat mich dieser Fummel etwa 50 euro gekostet.
Ungefähr das was ich günstigstenfalls in einem Geschäft bezahlt hätte für ein fertiges Kleid, genäht in Bangladesh für Hungerlohn zu unmenschlichen Bedingungen. 


Tschühüüüs!









Montag, 8. Mai 2017

Der RUCKSACK-Shopper von Pattydoo und warum ich problemlos zu gerissenen Sehnen und Fluorchinolonen überleiten kann...




 


Stell Dir vor: Du lebst auf über 800 Metern in den provencalischen Bergen am Hang in einem uralten Bauernhaus mit vielen Treppen im und ums Haus. Auf den vielen schmalen Pfaden des grossen zu bewirtschaftenden Grundstücks geht es immer irgendwo hinauf oder hinab.
Stell Dir jetzt mal vor Dir ist die Tibialis-Posterior Sehne gerissen -schon vor geraumer Zeit - und nun soll eine Operation vorgenommen werden bei dem das Fersenbein sowie der Oberfußknochen zersägt und wieder gerichtet  und eine Sehne verpflanzt wird und Du bist der Mensch der sein gesamtes Leben und Arbeitsleben auf dieses Stückchen Erde abgestimmt hat, dort seit über 30 Jahren viel arbeitet und viel laufen muss... quasi ständig irgendwas in den Händen trägt auf dem Weg von A nach B und nach C und ganz hoch und wieder hinunter- sei es Papierkram, Laptop, Wäsche, Werkzeuge, Geschirr, Einkäufe, geerntetes Obst - und Dir wird verordnet nach der OP Deinen Fuß 6 Wochen lang überhaupt nicht zu belasten und danach erst wieder peu à peu  .... so dass zu hoffen bleibt innerhalb eines Jahres halbwegs wieder auf den Beinen zu sein im wahrsten Sinne des Wortes. 






Es gibt eine Frau deren kluge Arbeit am Menschen mich seit fast 20 Jahren nachhaltig begleitet und der nun in Kürze diese Operation bevorsteht. Sie überlegte wie sie nach der OP wohl zurechtkommen wird und hat  einen sogenannten iWalk-free für sich entdeckt mit dem sie schon probelief. Das kann man sich ohne weiteres wie eine Art modernes Holzbein vorstellen auf dem man sein angewinkelte Bein festschnallt :) :




 

Als ich überlegte was ich ihr ausser guten Wünschen mit auf den Weg geben möchte fiel mir ein:  ein Rucksack wäre toll!   Oder eine Tasche!  Oder ein Umhängetäschchen!  Oder alles auf einmal, aber so dass es was nützt und sie die Hände frei hat um einmal mehr sicher zu stehen, sich einmal mehr irgendwo festzuhalten, einen Weg weniger gehen zu müssen und etwas weniger ermüdet durch den Tag zu kommen.   Als ich neulich meinen Weekender nähte überlegte ich noch wie ich eine solche Multifunktionstasche "erfinden" könnte.  Und vor einigen Tagen erst entdeckte ich den Rucksack-Shopper von Pattydoo, der 
alle diese Merkmale vereint. 

abknöpfbarer Brustbeutel
Rückansicht mit der pfiffigen Trageriemen-/ Rucksackgurtlösung


Das Band und  den abknöpfbaren Brustbeutel habe ich mit Camping-Druckknöpfen angefertigt. Deutlich günstiger als Metallkarabiner und D-Ringe :)
 

Ich hab ihn gleich genäht!  

 
 
Das von mir ausgewählte Material ist Softshell- habe ich zuvor noch  nie verarbeitet, ist aber für mich der Stoff der Wahl:  Waschbar, mit gewissem Stand und im Gebrauch ungemein dankbar. 

Meine Tochter freute sich über das erst im Regen sichtbare Special und bunkerte sofort die Zuschnittreste:


Softshell, der bei Regen ein zweites Gesicht zeigt.  Sehr schön -gibt es von der Firma Glünz



Ich habe noch eine Paspel eingenäht und ein schönes Webband verwendet



Als Verstärkung entdeckte ich einen ca 5mm dicken Schaumstoff der eingenäht wird und nicht aufgebügelt.  Zunächst war ich gar nicht so zufrieden mit der Einlage... irgendwie zu sperrig, zu wenig smoooth.   
Ansonsten aber konnte ich das Stück mit gutem Gewissen abgeben.  Die Freude bei der Beschenkten war groß! Meine mit Bedacht gewählten Farben kamen gut an und das abknöpfbare kleine Innentäschchen das auch mit Band versehen zum Brustbeutel taugt wurde bejubelt.  Toll :) ! 

Im Gespräch stellte sich heraus, dass die Schaumstoffeinlage ideal ist!  So kann der Laptop täglich mit im Rucksack von A nach B getragen werden ohne Schaden zu nehmen.  
Ich freu mich sehr.  In der Planung der Tasche überlegte ich noch den einen oder anderen Gimmik wie weitere Innentaschen oder ein Karabinerband für Schlüssel. Aber letztendlich musste ich mich dann doch an mein eigenes Zeitfenster halten und die Tasche sollte rechtzeitig fertig sein. 

Gestern dann konnte ich sie als Überraschung übergeben und habe gegen abend schnell noch ein paar Handyfotos geschossen.  Ich hätte das wertvolle Stück sicher in viel besseres Licht rücken können wenn ich eher dran gedacht hätte, aber was solls.  
Wichtig ist, dass die Tasche bei der Trägerin gute Dienste leistet und ich wünsche in diese Richtung von Herzen alles Gute, gute Besserung und stets eine Hand frei zum festhalten !

Dieser Frau sind ürigens zuvor beide Sehnen in der Schulter gerissen und operiert worden und inzwischen scheint klar zu sein, warum sie da so eine "Serie" hat.  Das sollte unbedingt jeden interessieren, der eine gewisse Art von Antibiotika -die Fluorchinolonen- verordnet bekommt:


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http://www.spiegel.de/spiegel/antibiotika-fluorchinolone-schreckliche-nebenwirkung-a-1134102.html

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 Tschühüüüs!