Montag, 14. März 2016
HALIMA in Crochet Love
Das musste mal sein: eine HALIMA in Jersey genäht!
Für dieses süsse Kleidchen habe ich CROCHET LOVE von "Alles für Selbermacher" verwendet und das weiße Unterockteil aus einem meiner selten getragenen T-Shirts rausgeschnitten :) .
Den ausgesprochen hübschen Crochet-Stoff hatte ich letzten Sommer in zwei Versionen für Sommerkleider oder Shirts gekauft und wollte ihn ursprünglich für mich selbst vernähen. Ich fühle mich in gemusterten Oberteilen aber leider meist nicht wohl und es wird auch nicht besser, wenn ich mir immer und immer wieder schöne Stoffe wie diesen hier kaufe :) .
Am letzten Wochenende hatten wir Besuch von Freunden, die mir sehr am Herzen liegen und die seit 10 Monaten glückliche Großeltern sind. Für das Enkelkindchen wollte ich daher etwas schönes nähen...
Die ursprüngliche Idee einer kleinen Tasche voller selbstgenähter Kindershirts habe ich wieder verworfen- ich kenne die Eltern und das Kind nicht und weiß überhaupt nicht was ihnen gefallen könnte. Und aufdrängen mit Selbstgenähtem wollte ich mich auch nicht. Also habe ich letzte Woche einfach nur schnell eine Halima in Grösse 92/92 genäht- die schüttele ich mir ja inzwischen locker aus dem Ärmel. "Schnell" genäht ist sie dann doch nicht: auch dieses kleine Kleidchen hat mit Schnitt abpausen und umsetzen etwa 4 Stunden Zeit gebraucht, hat dann aber wie immer viel Spaß gemacht.
Schnitt: Halima von "Farbenmix"
Stoff: Crochet Love von "Alles für Selbermacher"
Mittwoch, 9. März 2016
Noch für diesen Winter fertiggestellt: der COCOON SHAPE von Ottobre
Ich schwöre, es ist noch saukalt!
Den Cocoon Shape Mantel hatte ich für den Wintermantel-Sew-along vom MMM-Blog in Arbeit, der schon längst wieder Geschichte ist. Letztendlich fehlten für die Fertigstellung nur noch das ordentliche Festheften des Futtersaumes von Hand und die Knöpfe samt Knopflöchern. Jetzt habe ich diese Arbeiten endlich erledigt und wundere mich wie so oft, warum es immer so ein Angang ist, etwas fertigzustellen.
Jedenfalls: noch ist Winter, noch ist es ziemlich kalt.
Die Fotos habe ich heute morgen bei windigen 3 Grad gemacht, nachts haben wir hier in der Eifel noch richtig Frost und ab und zu schneit es wie in vielen Gegenden. Ich werde also noch ordentlich Gelegenheit haben, den schönen (!) und warmen (!) Mantel zu tragen.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Schnitt. Die Schulterabnäher tragen ein bisschen auf, das fällt im Foto deutlicher auf als am echten Mantel.
Die Ärmel habe ich ein paar Zentimeter länger gemacht als im Schnitt angegeben, dafür ist der Mantel an sich etwa 2 Zentimeter kürzer als er sollte, aber der Stoff reichte nur so weit und ich finde optisch alles stimmig. Die Taschen könnten ein klein wenig mehr Tiefe haben, aber so richtig schlimm finde ich das nicht.
Hier mal mit ein bisschen Wandfarbe am Rücken, die sich super wieder abklopfen lässt :) .
Ich denke ich habe einen richtig schönen Mantel genäht und freue mich ihn heute bei Me Made Mittwoch zu verlinken.
Die Grösse ist 44/46 wenn ich mich richtig erinnere und ich bin froh, den Zuschnitt so groß gemacht zu haben. Der Mantel braucht echt Volumen um zu wirken.
Tschühüüs!
Montag, 29. Februar 2016
myboshi Glitz : Beanie mit Loop für das Kindlein
Ich hab ja fast immer irgendwas kleines unspektakuläres auf meinen Nadeln. Ab und zu ein Paar Socken, eine Mütze, Kinderschals, Babyjacken, ... zuletzt ein paar Stulpen für eine liebe Bekannte die selbst nicht stricken kann (... und an denen ich eine gefühlte Ewigkeit rumgenadelt habe).
In unserem diesjährigen Karnevalsfluchturlaub nach Norddeutschland fanden wir auf einen tollen Tip hin das riesige Wollgeschäft auf 2 Etagen in Husum am Hafen.
Meiner Tochter habe ich ein Beanie versprochen und sie suchte sich unter den gefühlten Trillionen Knäulen schöner Wolle
"myboshi Glitz" in schwarz aus. Nun gut- es steht ihr sogar.
Ich habe 2 Knäule gekauft für UVP 3,80 das Knäuel.
Hab ich noch nie verstrickt, irgendwie mochte ich diesen Hype um Häkelmützen und myboshi nie so recht... obwohl ich mit meinem unternehmerischen Auge seinerzeit schon sehr beeindruckt war von der richtigen Idee zur richtigen Zeit mit häkelnden Herren und den Wollsets. Aber diese Wolle hätte ich selbst für mich nicht gekauft.
Nun saß ich da, verstrickte die beiden Knäule an zwei Abenden und brauchte für den richtigen Beanielook (laut meiner Tochter MUSS die Beanie am Hinterkopf sackig runterhängen) noch ein bisschen mehr Wolle.
5 Knäule bestellte ich online über einen Abverkauf recht günstig nach. Diese kamen prompt und wurden bis auf eines fast verstrickt. Unser Beanie bekam nämlich noch einen Loop als Partner.
4 Tage war das Kindlein krank. Jetzt lacht es wieder- Gott sei Dank :) .
Daher kann ich hier ganz frisch und am fieberfreien Kinde das Set mal zeigen:
Für die Strickerinnen unter uns: Für die locker sitzende Beanie habe ich 80 Maschen angeschlagen und den Loop habe ich mit 200 Maschen rund gestrickt. Das alles nicht mit den empfohlenen 6er bis 7er Nadeln sondern mit 5ern.
Tschühüüüs!
Dienstag, 23. Februar 2016
Dessous nähen- ISABELL von Sewy sitzt, passt und trägt
Den BH Isabell von Sewy habe ich vor einigen Wochen problemlos im Alleingang zuhause fertigestellt.
Der vorangegangene Kurs hat sehr dazu beigatragen, mit den fummeligen Stoffen zurecht zu kommen, wobei ich auch zuhause doch das eine oder andere mal wieder trennen und neu nähen musste.

Das Modell Isabell mag vielleicht ein wenig "oldschool" daherkommen, aber für mich war das eine gute Entscheidung. Der BH lässt sich super angenehm tragen und vor allem erfüllt er seinen Job hervorragend: er trägt, was zu tragen ist. Er war auch schon einige Male in der Wäsche und ist immernoch top.
Im Schnittmuster ist das obere Cupteil komplett aus Spitze eingesetzt, ich habe "halb und halb" also Spitze und Stoff (in einem Stück) eingesetzt. Jetzt hat der BH ein wenig den Look eines Balconnett-BHs, vor allem auch weil das äussere Cupteil optisch so betont nach oben zieht. Also auf diese Weise hat sich das mit dem "oldschool" ein wenig gelegt :) . Man kann ihn ja eh nähen wie man möchte, komplett aus Spitze, oder im Mix oder komplett aus Stoff.
Im Laufe der Tragezeit hat sich gezeigt, dass ich die Träger etwas kürzen muss, sie sind bis jetzt bis zum Anschlag kurz eingestellt und müssten noch ein wenig Spielraum zum "Ziehen" haben. Von daher ist es ja primstens, es einfach selbst ändern zu können. Mit 2 Häkchen komme ich auch prima zurecht. Da zahlt sich der gute Sitz aus.
Mein Fazit: Jederzeit wieder und preislich ist für mich das Selbernähen auf jeden Fall sogar um etwa die Hälfte günstiger als gute Kaufware.
Tschühüüüs!
Sonntag, 24. Januar 2016
Dessous nähen- ein Kurs im SEWY Shop ... was ist eigentlich dran am Dessousnähen? Mein Tageskurs:
Ich hatte ja schon
in meinem letzten post von meinem Dessousnähvorhaben berichtet.
Gestern war mein gebuchter
Kurstag „Dessous-Nähen“ in den Räumen von SEWY in Weilerswist.
Gemeinsam mit 3 weiteren
ambitionierten Dessoushobbynäherinnen habe ich satte 9 Stunden dort verbracht. Für
mich war es das erste Mal, ich war auch echt gleich sehr beeindruckt von den bereits begonnenen
BHs der anderen Damen, die ich da sah.
Den Schnitt mit und ohne
Nahtzugaben hatte ich bereits zuhause auf ganz normalem Zeichenpapier
vorbereitet.
Hier kann ich schon mal
den Tipp geben, etwas festeres Papier zu nehmen anstelle von Schnittpapier denn
fuddelig und flatterig wird der Zuschnitt ohnehin schon von selbst durch die
speziellen Stoffe.
Wer noch nie Dessous
genäht hat und jetzt glaubt, dass man mit wahnsinnig vielen kleinen
Stoffzuschnitten hantieren muss, dem gebe ich recht:) . Aber die
Schnitteile an sich halten sich zumindest beim Modell ISABELL in Grenzen. Ganze
fünf unterschiedliche Teile verbraucht dieser BH, das ist alles. Das dann
allerdings gleich mehrfach und aus unterschiedlichen Materialien im Zuschnitt.
Der erste Näharbeitsgang
verlangt das Zusammennähen der drei Cupteile, das hat mich gleich wieder mit den
kleinen Stoffschnipseln versöhnt denn das ging ebenso problemlos wie das
Absteppen.
Über den gesamten Nähvorgang
muss man eigentlich gar nicht mehr aufstehen:
kein Versäubern, kein
Bügeln … auch mal toll.
Es wird mit kleiner Schere
immer mal wieder Stoff an den Nahtzugaben stufig zurückgeschnitten und dann
abgesteppt, wieder zurückgeschnitten und abermals abgesteppt und es hängen
unzählige Fadenenden am Werk, die der Einfachheit halber im Rudel abgeknotet
werden.
Vernähen am Anfang und Ende fällt meist flach dafür ist es hilfreich wenn
die Nähmaschine eine Punktierfunktion hat - muss nicht zwingend, macht aber den
Ablauf etwas komfortabler. (Soweit ich weiß, hat meine Maschine diesen Stich
nicht. Ich habe den Zickzackstich auf 0/0 gestellt und dann war das okay)-
Überhaupt sollte man seine
Nähmaschine gut kennen. Im Sewy-Schnitt ist für jeden Stich eine Stichlänge und
Stichbreite angegeben die man erstmal probeweise übernehmen sollte und dann gegebenenfalls
anpasst. Bei meiner Brother Innovis 100 habe ich zB den Zickzackstich meist minimal
grösser als angegeben eingestellt um das Material optimal zu fassen.
Im Vorhinein hatte ich
mich mit Microtexnadeln eingedeckt, aber die Kursleiterin hat mir gleich den
Tipp gegeben, es bei Fehlstichen mit 75er Stretchnadeln zu versuchen. Über den
Nähverlauf ging eigentlich alles gut, aber bei der Verarbeitung vom Gummiband
hat es dann gehakt- immer wieder Fehlstiche. Mit der Stretchnadel im Austausch
lief dann alles einwandfrei. Das muss dann also auch jeder selbst austesten.
Die kleinen Stoffzuschnitte werden ohne Ende gesteckt, ich hatte dafür meine Quiltnadeln mitgebracht. Aber etwas komfortabler wird es wohl mit kürzeren und feineren Nadeln. So ein bisschen tricky wurde es für mich beim Aufnähen des Bügelbandes. Es ist etwas sperrig, soll beim Nähen gedehnt werden und auch noch genau auf der darunterliegenden Naht aufgesteppt werden. Das dann in Rundung. Also da hab ich dann ein wenig Puste gebraucht und gaaaanz langsam genäht.
Die kleinen Stoffzuschnitte werden ohne Ende gesteckt, ich hatte dafür meine Quiltnadeln mitgebracht. Aber etwas komfortabler wird es wohl mit kürzeren und feineren Nadeln. So ein bisschen tricky wurde es für mich beim Aufnähen des Bügelbandes. Es ist etwas sperrig, soll beim Nähen gedehnt werden und auch noch genau auf der darunterliegenden Naht aufgesteppt werden. Das dann in Rundung. Also da hab ich dann ein wenig Puste gebraucht und gaaaanz langsam genäht.
Gummiband gedehnt annähen
kann ich ganz gut, aber dennoch werde ich das gestrige wieder abtrennen. Es ist
ja quasi jeder Zickzackstich am BH später sichtbar. Das dann auf meist etwas glänzendem Material
aufgenäht fällt schon auf und verzeiht ja optisch keine Fehler. Wer da geübt
ist, der ist klar im Vorteil :).
Durch die unterschiedlichen
Materialien wie Spitze elastisch oder unelastisch, flutschige Stoffe, Powernet
( eine Art Gittertüll) und die
verschiedenen Bänder und Gummis ist die gesamte Näharbeit ein wenig tricky und
für mich etwas ungewohnt. Wer nicht grundsätzlich schlechte Laune vom wieder
auftrennen bekommt, der hat insgesamt mehr Spass am Nähen.
Ich persönlich arbeite
übrigens gänzlich ohne Nahttrenner. Ich trenne seit jeher effektiv und
materialschonend durch wechselseitiges, schnelles „Fadenreissen“. Es geht tatsächlich bei der Näharbeit gelegentlich
um 2mm mehr oder weniger und wenn man sich dann den BH ansieht und feststellt,
dass er „schielt“ oder ein Cup etwas anders als der andere aussieht, dann wird
eben wieder aufgetrennt. Letztendlich ist ein BH in der Regel ein absolut symmetrisch
aufgebautes Kleidungsstück, das so bequem wie nur möglich „etwas leisten“ soll/muss-
also bei mir. Druckstellen, kleine Hubbel oder Unregelmässigkeiten möchte ich
nicht den ganzen Tag auf der Haut spüren, ich habe mich dann echt hingesetzt
und aufgetrennt.
Ich persönlich traue mir
nicht zu, den ersten BH ohne Anleitung anzufertigen. Bei nahezu jedem
beschriebenen Nähschritt hatte ich Fragen oder wusste nicht, wie ich das
umsetzen soll. Ganz ganz viel spannendes, nähtechnisches Neuland mit einer
wirklich sehr angenehmen, versierten Kursleiterin. Da war ich echt froh, das
mir nicht alleine zugetraut zugemutet zu haben- aber ich bin im
Bekleidungsnähen ja auch bei Weitem noch nicht fachlich versiert. Vielleicht sind andere Näherinnen da ja ganz
flott unterwegs.
Einen kleinen Fauxpas habe
ich mir geleistet, der mir auch erst gegen Abend auffiel und mich dazu brachte
die Abfalleimer im Kursraum zu durchwühlen:
mein allererstes Probenähen morgens mit dem BH-Material habe ich mit
Zuschnittresten ausprobiert. Dabei ist
mir das aufwendigste Zuschnitteil –auch noch aus Spitze- dazwischengeraten und
ich habe es versehentlich mit vernäht und weggeschmissen. Ich fand es wieder,
trennte es von den Probestoffetzen ab und sah, dass ich es nebenbei auch noch
zerschnitten hatte.
Einen passenden
Spitzenrest hatte ich nicht mehr, den schönen Stoff konnte ich im Laden nicht
mehr nachkaufen weil nicht mehr erhältlich.
Fast hätte ich mir ein identisches Nähset nachgekauft für etwa 40Euro- nur um ein Stück Spitze daraus zuzuschneiden,
aber zusammen mit der Kursleiterin habe ich das verhuddelte Fitzelchen wieder
zusammenflicken können. Ich hatte nämlich Glück: das Stück Spitze sitzt genau unter einem Cup
und wird später fast vollständig von Gummi umfasst. Außerdem wird es mit
Gittertüll unterlegt- so habe ich die zerschnittenen Teile nahezu unsichtbar
mit einem Zickzackstich verbinden und retten können. Glück gehabt! Also passt
immer gut auf Eure Zuschnitte auf :)
!
Ich habe den BH noch nicht
fertiggenäht und werde sehen, ob ich das allein schaffe oder noch einmal einen
Kurs besuche. Darüber kann ich gerne
berichten! Wenn ich gewusst hätte, dass ich eien BH nicht komplett an einem Kurstag fertigstellen kann, dann hätte ich einen 2-Tagesurs Samstag/Sonntag gebucht.
Einen allerletzten Tip
habe ich: cremt Eure Hände gut ein,
vorher. Ich bin ja oft auch gröber handwerklich unterwegs und habe keine
ausgesprochen weiche Haut an den Händen. Es blieb mir oft die Spitze an den
rauen Fingern hängen. Nichts schlimmes, nur lästig aber ich habe mir gestern mehr als
einmal meine gute Handcreme im Nähzubehör herbeigewünscht.
Wer sich für einen
Kostenüberschlag interessiert bekommt hier mal mein persönliches Beispiel:
Ich kaufe gute MarkenBHs,
die in der Regel um die 70 oder 80 Euro kosten.
Der Tageskurs kostete mich
60 Euro, das Nähset habe ich mit dem Schnitt für rund 40 Euro bekommen. Da drin ist allerdings
deutlich mehr, als man für das Nähen eines BHs benötigt. Es beinhaltet
ausreichend Spitze und Gummiband, sowie verschiedene Stoffe um sich den BH in
eigener Gestaltung anzufertigen plus
soviel Material, dass mindestens 1 Höschen noch dabei rausspringt. Bei einschlägigen Marken zahle ich für BH
plus passendem Höschen gut über 100 Euro.
Kurs und Nähset kosten also zusammen um
die 100 Euro und so profitiere ich schon beim zweiten Stoffeinlauf vom
Selbernähen. Wer sich kein fertiges
Nähset kaufen möchte, der kommt vermutlich nochmal nen Tacken billiger weg und
stellt sich sein komplettes Material genau passend in der Menge zusammen.
Wie auch immer: SEWY ist für mich ein Glücksfall und ich kann
mir gut vorstellen, meine Dessous zukünftig komplett selbst anzufertigen. Sehr
zur Freude auch meines Mannes ;)
.
Donnerstag, 21. Januar 2016
Dessous nähen- ein Kurs im SEWY Shop
Einschlägige
Dessous-Näherinnen kennen ihn vermutlich: den SEWY-Shop.
Vornehmlich als Online-shop
bekannt, hab ich den Laden quasi direkt
um die Ecke- nur etwa 20 min Autofahrt entfernt im beschaulichen Weilerswist.
Ich glaube, ich finde das klasse!
Ich hatte vor einigen
Wochen einen Dessous-Nähkurs online gebucht der jetzt am Wochenende dort im Laden stattfindet und habe
heute den Einkauf der „Zutaten“ dort erledigt sowie eine BH-Anprobe gemacht um
sicher zu sein, dass der selbstgenähte BH nicht nur sitzt und passt, sondern
auch trägt. Für meine Bedürfnisse gab es
zwei Modelle zur Auswahl, entschieden habe ich mich ganz schnell für den
Schnitt ISABELL.
Wer schonmal eine wirklich
erstklassige Beratung beim BH-Kauf genossen hat, der bekommt hier bei Sewy
nochmal ein Topping obendrauf:
Du wirst ersteinmal
befragt was denn der BH leisten soll, dann darfst Du ein Probemodell anziehen.
Die Verkäuferin schaut und berät diskret und absolut versiert abseits des
Verkaufsraumes im Bad während sie mit Dir vor dem Spiegel steht.
„Hier sitzt das Modell
sehr gut, aber hier schiebt es alles nach oben, dort ist noch Luft, da an der
Stelle kann man überlegen beim
Selbernähen noch einen cm wegzunehmen in der Weite. Dort das Dreieck zwischen
den Cups soll nach Möglichkeit direkt auf der Haut aufliegen- das tut es hier
bei Ihnen aber nicht, sehen Sie das? (…wusstet Ihr das? Ich nicht) und ist Ihnen der Träger breit
genug? “. So ungefähr.
Ich probierte eine größeren
Cup und schon war klar: Isabell wird genäht so wie es der Schnitt vorsieht,
nur in der Weite nehme ich 2cm weg, dann habe ich beim Hakenband vollen
Spielraum zum enger stellen.
Die Verkaufsräume sind ein
Eldorado für Fans von fummeligem Microtexmaterial, Dessous- und Bademodenstoffen,
Bändern, Spitzen, Litzen, Gummibändern, Schnittmustern und sämtlichen
vorstellbaren und mir unbekanntem Material zur Anfertigung von Wäsche- auch für
den Mann.
Meine Vorstellung – mein
fester Wunsch und Vorsatz - war ein selbstgenähter schokoladenbrauner BH mit
ein bisschen Spitze und Tamtam. Jetzt
hätte ich mich in den unendlichen Weiten der Shopregale austoben können, aber
ich ahnte: das wird mit mir nichts. In meinem rein theoretischen Perfektionismus hätte ich nie
eine zufriedenstellende Auswahl verschiedener Dessins, Bänder, Schleifchen,
Spitzen für mich treffen können. Ich
habe mich dann einfach aus den vielfältigen, zauberhaften Nähsets bedient, die schon fertig
zusammengestellt und verpackt ausliegen. Schokoladenbraun stand auch zur
Auswahl, mir gefiel jedoch die Spitze darin nicht. Hätte ich austauschen können gegen ein Spitze
meiner Wahl, hab ich aber nicht :) . Ich hätte ebenso ein Hakenband mit 3 statt
2 Häkchen haben können oder ein beliebiges anderes Zubehörteil nach meinen
Wünschen im Austausch, aber mich lachte ein Set im Karomuster mit schöner Spitze an: Lila,
Flieder- so ähnlich.
Das wird meins. Gemeinsam mit der Verkäuferin habe ich mir
nochmal die Zutaten angesehen, das Hakenband ausgetauscht und den Rest für
perfekt befunden. Den Schnitt kaufte ich
gleich mit und so im Set „Stoff plus Schnitt“ bekommt man auf den BH-Schnitt
gleich mal 40% vom Preis nachgelassen.
Für den Kurstag empfiehlt
es sich den Schnitt schon vorbereitet
mitzubringen: Einmal inclusive aller Passzeichen usw ohne Nahtzugabe und einmal
mit Nahtzugabe. Der Stoff an sich wird erst im Kurs angeschnitten. Am liebsten-
so die Kursleiterin- mit dem
Rollschneider.
Das Ding ist nicht mein
Freund …ich habe wohl einen Rollschneider zuhause liegen, aber ich nutze ihn fast nie.
Jetzt im Kurs komme ich
vielleicht- hoffentlich- auf den Geschmack. Der Rollschneider wird mir helfen,
die fummeligen Stoffe millimetergenau zuzuschneiden. Beim Dessousnähen schonmal
ein A und O von vermutlich einigen.
Jetzt kommt echte
Vorfreude auf!
Im nächsten SEWY-blogpost
erzähle ich aus dem Kurs, wenn Ihr mögt.
( ... und wer jetzt noch auf meinen Cocoon Shape wartet: der ist tatsächlich bald fertig. Versprochen!)
Dienstag, 1. Dezember 2015
Winterjacken Sew-Along 2015 : Das Finale mit meinem Cocoon-Shape
Zum Finale zeige ich Euch meinen Wintermantel noch unfertig.
Dennoch kann ich sagen, dass ich richtig Freude an dem guten Stück habe. Tatsächlich hätte ich nämlich nicht gedacht, dass der Schnitt so schön aussieht. Ich habe mich -zum Glück- an die Grössenangaben gehalten und so kommt die Egg-Shape Form richtig gut rüber. Leicht überschnittene Schultern, viel Platz im Mantel beim Tragen und eine schöne Form. Meine Sorge, ich könnte aussehen wie Queen-Mum hat sich nicht bestätigt. Ich denke durch die kräftige Farbe und das Giraffenmusterfutter hab ich den Mantel gut rübergerettet in eine schicke Winterhülle.
Ich habe heute mittag schnell huschhusch einige Fotos gemacht. Nicht schön, aber immerhin ein kleiner Einblick:
Beim Anfertigen habe ich etwas gelernt und bin sehr zufrieden: Die Leistentaschen hab ich zum ersten mal genäht und sie sind mir schon im ersten Anlauf recht gut gelungen. Bei einem nächsten mal weiß ich noch besser, wie ich sie perfekt hinbekommen kann:
Der Kragen liegt gut, die Ärmel habe ich einen Tick verlängert. Die Futterärmel habe ich aus richtigem Futterstoff angefertigt, da wollte ich sichergehen dass mir der Stoff nicht an den Klamotten hängenbleibt beim reinschlüpfen.
Bei der Knopfauswahl habe ich mich nicht wahnsinnig umgeschaut. Ich habe im erstbesten Stoffgeschäft diese hier gefunden und bin soweit ganz zufrieden Sie korrespondieren farblich auch ein wenig mit der Farbe des Futterstoffes, sind hübsch aber nicht zu auffällig:
Jetzt muss ich mich noch um das Verbinden von Futter und Mantelstoff kümmern, aber da habe ich beim Zusammennähen gepatzt: Jetzt habe ich an allen Schnitteilen unterschiedliche Längen und muss mal in Ruhe
ein bisschen auftrennen und anpassen. Wäre alles soweit gut gelungen, dann hätte ich gestern den Mantel noch fertiggenäht, aber meine Prioritäten liegen derzeit ganz woanders, nämlich hier:
In exakt 4 Wochen haben wir die ersten Gäste, die unser Ferienhaus mieten werden und SO sieht es jetzt aus. Wir werden es fertigbekommen-keine Frage. Und es wird auch ganz kuschelig eingerichtet sein und alles am Platz haben was man so zum Wohlfühlen braucht. Aber ich muss wohl nicht näher erklären, dass dann so ein Wintermantelprojekt im Zweifel da zeitlich den kürzeren zieht. Fast alle Arbeiten und Restaurierungsaufgaben haben wir selbst in die Hand genommen, jetzt verlassen wir uns auf die Handwerker die rechtzeitig Bäder und Türen fertigstellen. Alles andere haben wir im Griff- knapp aber überschaubar :). Das ist nicht unser erstes Projekt dieser Art, von daher sind wir angespannt aber guter Dinge.
Zum Finale der Herzen bin ich definitiv dabei, ich bin ganz ungeduldig den Mantel fertigzustellen.
Der Cocoon-Shape aus der Ottobre wurde noch von zwei weiteren Teilnehmerinnen genäht, das finde ich spannend. So im Gesamtüberblick der Teilnehmerinnen gefällt mir ganz viel und die Vielfalt der Modelle finde ich grandios. Was für ein Fundus zum Schmökern und anschauen!
Vielen Dank den beiden Veranstalterinnen Karin und Lucy für den wunderbaren Sew Along, ohne den ich sicher wieder auf kleineren Nähprojekten für mich hängen geblieben wäre!
HIER könnt Ihr schauen, was alles gezaubert wurde in den Wochen.
Tschühüüs!
Dennoch kann ich sagen, dass ich richtig Freude an dem guten Stück habe. Tatsächlich hätte ich nämlich nicht gedacht, dass der Schnitt so schön aussieht. Ich habe mich -zum Glück- an die Grössenangaben gehalten und so kommt die Egg-Shape Form richtig gut rüber. Leicht überschnittene Schultern, viel Platz im Mantel beim Tragen und eine schöne Form. Meine Sorge, ich könnte aussehen wie Queen-Mum hat sich nicht bestätigt. Ich denke durch die kräftige Farbe und das Giraffenmusterfutter hab ich den Mantel gut rübergerettet in eine schicke Winterhülle.
Ich habe heute mittag schnell huschhusch einige Fotos gemacht. Nicht schön, aber immerhin ein kleiner Einblick:
Beim Anfertigen habe ich etwas gelernt und bin sehr zufrieden: Die Leistentaschen hab ich zum ersten mal genäht und sie sind mir schon im ersten Anlauf recht gut gelungen. Bei einem nächsten mal weiß ich noch besser, wie ich sie perfekt hinbekommen kann:
Der Kragen liegt gut, die Ärmel habe ich einen Tick verlängert. Die Futterärmel habe ich aus richtigem Futterstoff angefertigt, da wollte ich sichergehen dass mir der Stoff nicht an den Klamotten hängenbleibt beim reinschlüpfen.
Bei der Knopfauswahl habe ich mich nicht wahnsinnig umgeschaut. Ich habe im erstbesten Stoffgeschäft diese hier gefunden und bin soweit ganz zufrieden Sie korrespondieren farblich auch ein wenig mit der Farbe des Futterstoffes, sind hübsch aber nicht zu auffällig:
Jetzt muss ich mich noch um das Verbinden von Futter und Mantelstoff kümmern, aber da habe ich beim Zusammennähen gepatzt: Jetzt habe ich an allen Schnitteilen unterschiedliche Längen und muss mal in Ruhe
ein bisschen auftrennen und anpassen. Wäre alles soweit gut gelungen, dann hätte ich gestern den Mantel noch fertiggenäht, aber meine Prioritäten liegen derzeit ganz woanders, nämlich hier:
In exakt 4 Wochen haben wir die ersten Gäste, die unser Ferienhaus mieten werden und SO sieht es jetzt aus. Wir werden es fertigbekommen-keine Frage. Und es wird auch ganz kuschelig eingerichtet sein und alles am Platz haben was man so zum Wohlfühlen braucht. Aber ich muss wohl nicht näher erklären, dass dann so ein Wintermantelprojekt im Zweifel da zeitlich den kürzeren zieht. Fast alle Arbeiten und Restaurierungsaufgaben haben wir selbst in die Hand genommen, jetzt verlassen wir uns auf die Handwerker die rechtzeitig Bäder und Türen fertigstellen. Alles andere haben wir im Griff- knapp aber überschaubar :). Das ist nicht unser erstes Projekt dieser Art, von daher sind wir angespannt aber guter Dinge.
Zum Finale der Herzen bin ich definitiv dabei, ich bin ganz ungeduldig den Mantel fertigzustellen.
Der Cocoon-Shape aus der Ottobre wurde noch von zwei weiteren Teilnehmerinnen genäht, das finde ich spannend. So im Gesamtüberblick der Teilnehmerinnen gefällt mir ganz viel und die Vielfalt der Modelle finde ich grandios. Was für ein Fundus zum Schmökern und anschauen!
Vielen Dank den beiden Veranstalterinnen Karin und Lucy für den wunderbaren Sew Along, ohne den ich sicher wieder auf kleineren Nähprojekten für mich hängen geblieben wäre!
HIER könnt Ihr schauen, was alles gezaubert wurde in den Wochen.
Tschühüüs!
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