Montag, 17. August 2015
Malkittel für die Schule, schnell gemacht nach Anleitung von *kleine Fluchten*
Im letzten Jahr schon gesehen, vermerkt zum nachnähen- aber erst nach einem Schubs durch das
Tutorial von *kleine Fluchten* dann endlich angefertigt: der Malkittel aus einem alten Oberhemd.
Die Liste zum Schulanfang ist lang, unter anderem ist dem Kind der obligatorische Malkittel mitzugeben. Letztes Jahr zum ersten Schuljahr hab ich den einfach verschludert, es wurde auch nie danach gefragt.
Dieses Jahr hat es dann auch bei mir endlich geklappt.
Wie so oft war der Anlauf lang und letztendlich ging alles ganz flott von der Hand. Ich habe gleich zwei Malkittel gemacht, die beste Freundin meiner Tochter wurde nämlich gleich mitbedacht. Grosser Unterschied: ich trage in Blusen Grösse L bis XL und die Mutter der besten Freundin trägt S.
Sie gab mir eine schmal geschnittene Bluse mit, die auch noch in der Taille vorne und hinten gesmokt ist. Die ist als Malkittel ziemlich schick anzusehen, aber nach Fertigstellung musste meine Tochter erstmal zur Probe in den Malkittel ein- und aussteigen. Ich hab das dann beäugt und würde sagen: geht so. Da wird sicher niemand die hinteren knöpfe öffnen und schliessen... Kinder wurschteln sich ja überall einfach rein. Die können sich ja auch vier Lagen Hosen in einem Rutsch hochziehen: Unterhose, Strumpfhose, Jeans und Matschhose- nur so als Beispiel :) .
Also die "S- Bluse" ist auch als Malkittel eher körpernah geschnitten, meine "L-Hemdbluse" musste nachträglich noch mit Bindebändern im Rücken bestückt werden. Die hab ich jeweils aus einem Stück abgeschnittenen Ärmel angefertigt. Ärmelbündchen und oberer Abschluss am Kragen sind aus original Bündchenstoff genäht.
Das, was ich am primsten am Malkittel finde ist das enge, sehr lange Bündchen. Wenn die Kids so mit Wasserfarben malen und mit den Ärmeln haarscharf am Wasserbecher und am aktiv genutzen Wassermalkasten vorbeifliegen ist die Gefahr eines Farbunfalls dann eher gering würde ich sagen. Hübsch ist es auch, finde ich.
Tschühüüüs!
Freitag, 31. Juli 2015
Langeneß - und plötzlich trägt sie Röcke in Serie :)
Der Urlaub stand unmittelbar bevor und ich haderte nach wie vor mit meiner spärlichen Garderobe.
Ist ja nicht so, dass ich mir so rein gar nichts kaufen kann oder darf, aber aus gutem Grunde bin ich nach wie vor beim Bekleidungskauf regelrecht geizig. Persönlich verordnete Sparsamkeit gepaart mit einer Kleidergrösse "in der ich mich noch immer nicht sehe" versprechen nicht gerade gute Stimmung im Reisekoffer. Die wollte ich mir aber für mich und auch für meinen Mann für diesen Urlaub unbedingt mitnehmen. Ich kramte also in meinem Stapel an Bekleidungsstoffen sowie in meinem Schnittmusterbestand und fing einfach an. Zu verlieren gibt es ja nichts. Die verwendeten Stoffe habe ich schon einige Zeit liegen, gekostet haben sie allesamt nicht viel denn es sind Schnäppchenkäufe vom Stoffmarkt oder aus einem Stoffoutlet und die habe ich alle spontan gekauft.
Den ersten Langeneß-Rock nähte ich mir aus einem richtig schönen bestickten jeansblauen Stoff. Mit Godeteinsätzen und Reißverschluss seitlich. Ich habe mir besonders viel Mühe gegeben, die Rocklänge zu bestimmen. Wenn ich mir einen Rock nähe, dann meist für Frühjahr oder Herbst wenn ich Strumpfhosen dazu trage. Dann hat der Rock eine beliebige Länge "irgendwo über dem Knie". Da bin ich eigentlich immer zufriedenzustellen, wenn ich eh Stiefel dazu trage. Jetzt so sommerlich mit hoffentlich sonnenbrauen Beinen und Sandalen ... das hab ich schon ewig nicht mehr gemacht-tatsächlich. Seit Geburt meiner Tochter bin ich bekleidungsmässig regelrecht unsicher geworden was das angeht. Da bot sich mir der Familienurlaub perfekt an um einfach mal Röcke draufloszutragen und mal reinzufühlen, wie es mir damit geht. Was soll ich sagen, ich habe in 16 Tagen nur einmal einen Nachmittag eine 3/4 Hose getragen und ansonsten ausschliesslich meine selbstgenähten Röcke :) .
Zurück zu Rocklänge: ich habe mich an die Regel gehalten, die schlankeste Stelle am Bein mit der Rocklänge zu betonen -also Rockende unmittelbar über dem Knie- und bin damit ganz gut gefahren. Dass ich Wasser einlagere im Laufe des Tages und Krampfis grüssen- na gut. Das ist eine OP-Baustelle für den Winter und 20 bin ich schon seit 27 Jahren nicht mehr . Aber ansonsten habe ich mich wirklich wohlgefühlt optisch sowie klimatisch. Hochsommer in Istrien eben.
Hier der erste Langeneß-Rock:
Übrigens hier mit einem umgebastelten alten Shirt. Ursprünglich war das ein Langarmshirt mit V-Ausschnitt, das ich nur noch zum Schlafen anzog. Weil der Stoff aber eine ganz tolle Quali hat wollte ich das Shirt nicht wegschmeissen. Ich habe grosszügig mit der Schere den Ausschnitt "beseitigt" sowie Ärmel gekürzt und den Saum im leichten Bogen abgeschnitten. Dann nur noch überall mit Rollsaum veräubert und bums :). Die Aktion hat mich an meine Nähanfänge erinnert irgendwann in den frühen 80ern. Taschengeldnot und Kleidungsbedarf machten damals irgendwie immer erfinderisch.
Mein Lieblings- Urlaubsrock. Ich liebe diesen Stoff- eigentlich aus Verlegenheit damals gekauft weil mir jemand den gleichen in oliv vor der Nase weggeschnappt hat. ... einfach eine beliebige Farbe aus dem Rock mit entsprechendem Shirt kombiniert und es passt. Vor allem an sonnenbraune Haut. Da habe ich ohne Godets gearbeitet und den Rock auch seitlich mehrmals meinen Kurven angepasst. Also vom Schnitt her nun kein reinrassiger Langeneß mehr :) .
Den hier habe ich etwas länger gemacht... überhaupt musste ich mit der vorhandenen Stoffmenge ein wenig rumstückeln. Schade, ich fand den Stoff und die Farben so toll aber als Rock wirkt der so gar nicht gelungen.
Mein Alltagsrock im Urlaub. Den habe ich noch eine Stunde vor Abreise im Morgengrauen mit heisser Nadel genäht. Nur mit Gummizug und Rollsaum, aber wieder mit Godeteinsätzen. Meine Tochter lag vollkommen übermüdet auf dem Sofa und heulte weil sie "auch so einen" haben wollte. Da hab ich ihr dann aus einem Restefitzel einen Schlauch genäht, Gummiband rein und das Kind war glücklich. Mein Mann lief packend vorbei und sagte nur tocken: " Du hast ja Nerven, jetzt noch zu nähen". Ja, manchmal hab ich die noch. Ich staune selbst :)
Hier nochmal alle Röcke mit weiteren spontanen Urlaubsshirts, die mit Schere und Rollsaum auf Sommer umgepimpt wurden, anstatt in die Altkleidersammlung zu wandern:
Tschühüüs und bis bald!
Freitag, 12. Juni 2015
Halima: aus Resten und Webkantenverwertung wird "ausgehfein"
Na, da habe ich ja was angestellt...
Ich wollte aus dem Rest vom schwarzweissen Karostoff aus dem ich den Rock Insa nähte, ein Kleidchen nähen. Es sollte ländlich sein, ganz schlicht. Meine Tochter wünschte sich noch einmal ein Halima-Kleid von Farbenmix. Bedingung: schwarzes Bindeband. Ok, gebongt... Damit das Kleid etwas farbiger wird, wollte ich den schönen Taft von meinem Midsommar-Rock mit verwenden. Überhaupt bin ich zur Zeit sehr auf "Verwertung" eingestellt und versuche, nicht so viele angeschnittene Stoffe zu hüten. Jetzt habe ich aus Versehen ein wirklich ausgehfeines Kleid genäht...
Dem Kleid habe ich einen schwarzen Besatz angeschneidert und das Oberteil innen mit dem pinken Taft abgefüttert.
Die fransige Webkante wollte ich unbedingt mit verwerten!
Zwischenzeitlich hatte ich etwas Sorge, das Kleid könnte ein Zwitter zwischen Cowgirlweste und Trachtenkleid werden. Aber alles ist gut :) . Auf dem Foto kann man sehen, dass ich nicht ganz auf den geraden Karoverlauf geachtet habe- nennen wir es jetzt einfach mal ein Echtheitsmerkmal für Handarbeit ;)
Die Taftschleife ist toll geworden. Ich habe da eine Falttechnik mit der ich solche Bänder annähe und unten schräge ich das Band immer ab. Das sieht immer sehr üppig und wertig aus- macht aber fast keine Arbeit. Dazu werde ich in Kürze ein kleines Tutorial schreiben :)
Das Rockteil ist aus blütenweißem Batist und mit 4 Rüschen abgesetzt... wollte ich immer schonmal ausprobieren. Die Unterkanten der Rüschen sind mit Rollsaum versehen, das macht sich gut und sieht so schön ordentlich aus:
Das Kleid ist in der Tat fein, aber ich finde nicht zu sehr. Meine Tochter fühlt sich darin zum Glück sehr wohl und nicht aufgebrezelt.
...
Es gibt da aber nochwas. Ich falle da immer gerne drauf rein: Beim Halimakleid sind die beiden hinteren Schürzenteile gedoppelt, bzw abgefüttert. Dazwischen habe ich ein Stück pinken Taft als unteren Abschluss gelegt. Das vordere Rockteil ist jedoch einlagig- da hat es dann schon gehakt mit dem Taftabschluss, denn schöner ist ja, wenn die Taftlage unten herausschaut und nicht "aufgenäht ist. Es werden abschliessend alle Rockteile inclusive dem "Unterock" ( hier ist es ja der weisse, gerüschte Batist...) aufeinandergelegt und zusammengenäht. Auf diese Weise ist es unmöglich, einen schönen, durchgehenden unteren Abschluss zu schaffen... also wenn man es genau nimmt. Ich bin ja im Bekleidungsnähen alles andere als ein Profi. Wenn hier Jemand von euch einen ganz tollen Tip hätte, wäre ich sehr dankbar. Ich werde vermutlich die unteren Rockteile bei einem nächsten Halimakleid etwas umbasteln und den Nähverlauf etwas abändern damit ich soetwas wie einen Satinstreifen oder wie hier einen gefalteten Taftstreifen tatsächlich verstürzt einnähen kann.
Es ist ja nicht immer alles Ponyhof beim Nähen... wie man hier sieht, habe ich am Schluss dann echt den Ehrgeiz aus beschriebenem Grund auch mal sausen lassen:
Letztendlich ist und bleibt es ein schönes Kleid und ich kann Halima auch Nähanfängern wärmstens ans Herz legen!
Tschühüüs!
Ich wollte aus dem Rest vom schwarzweissen Karostoff aus dem ich den Rock Insa nähte, ein Kleidchen nähen. Es sollte ländlich sein, ganz schlicht. Meine Tochter wünschte sich noch einmal ein Halima-Kleid von Farbenmix. Bedingung: schwarzes Bindeband. Ok, gebongt... Damit das Kleid etwas farbiger wird, wollte ich den schönen Taft von meinem Midsommar-Rock mit verwenden. Überhaupt bin ich zur Zeit sehr auf "Verwertung" eingestellt und versuche, nicht so viele angeschnittene Stoffe zu hüten. Jetzt habe ich aus Versehen ein wirklich ausgehfeines Kleid genäht...
Dem Kleid habe ich einen schwarzen Besatz angeschneidert und das Oberteil innen mit dem pinken Taft abgefüttert.
Die fransige Webkante wollte ich unbedingt mit verwerten!
Zwischenzeitlich hatte ich etwas Sorge, das Kleid könnte ein Zwitter zwischen Cowgirlweste und Trachtenkleid werden. Aber alles ist gut :) . Auf dem Foto kann man sehen, dass ich nicht ganz auf den geraden Karoverlauf geachtet habe- nennen wir es jetzt einfach mal ein Echtheitsmerkmal für Handarbeit ;)
Die Taftschleife ist toll geworden. Ich habe da eine Falttechnik mit der ich solche Bänder annähe und unten schräge ich das Band immer ab. Das sieht immer sehr üppig und wertig aus- macht aber fast keine Arbeit. Dazu werde ich in Kürze ein kleines Tutorial schreiben :)
Das Rockteil ist aus blütenweißem Batist und mit 4 Rüschen abgesetzt... wollte ich immer schonmal ausprobieren. Die Unterkanten der Rüschen sind mit Rollsaum versehen, das macht sich gut und sieht so schön ordentlich aus:
Das Kleid ist in der Tat fein, aber ich finde nicht zu sehr. Meine Tochter fühlt sich darin zum Glück sehr wohl und nicht aufgebrezelt.
...
Es gibt da aber nochwas. Ich falle da immer gerne drauf rein: Beim Halimakleid sind die beiden hinteren Schürzenteile gedoppelt, bzw abgefüttert. Dazwischen habe ich ein Stück pinken Taft als unteren Abschluss gelegt. Das vordere Rockteil ist jedoch einlagig- da hat es dann schon gehakt mit dem Taftabschluss, denn schöner ist ja, wenn die Taftlage unten herausschaut und nicht "aufgenäht ist. Es werden abschliessend alle Rockteile inclusive dem "Unterock" ( hier ist es ja der weisse, gerüschte Batist...) aufeinandergelegt und zusammengenäht. Auf diese Weise ist es unmöglich, einen schönen, durchgehenden unteren Abschluss zu schaffen... also wenn man es genau nimmt. Ich bin ja im Bekleidungsnähen alles andere als ein Profi. Wenn hier Jemand von euch einen ganz tollen Tip hätte, wäre ich sehr dankbar. Ich werde vermutlich die unteren Rockteile bei einem nächsten Halimakleid etwas umbasteln und den Nähverlauf etwas abändern damit ich soetwas wie einen Satinstreifen oder wie hier einen gefalteten Taftstreifen tatsächlich verstürzt einnähen kann.
Es ist ja nicht immer alles Ponyhof beim Nähen... wie man hier sieht, habe ich am Schluss dann echt den Ehrgeiz aus beschriebenem Grund auch mal sausen lassen:
Letztendlich ist und bleibt es ein schönes Kleid und ich kann Halima auch Nähanfängern wärmstens ans Herz legen!
Tschühüüs!
Montag, 8. Juni 2015
Das Frühlingsjäckchen- doch noch geschafft
Me Made Mittwoch hat ein Herz für Nachzügler :) .
Die letzten gestrickten Frühlingsjäckchen dürfen im "Finale der Herzen" noch verlinkt werden. Auch ich habe meine Jacke noch fertig stricken können. Ob ich zufrieden bin- tja hmmm. Ich freu mich, dass ich hier keine Strickleiche herumliegen habe, ich habe eine Strickanleitung trotz Verständnisschwierigkeiten komplett durchgearbeitet, ich habe mehrmals teilweise aufgeribbelt und neugestrickt, insgesamt passt die Jacke obwohl sie sicher auch eine Nummer grösser hätte sein können. Das Bändchengarn taugt als "Frühlingsjacke" wohl auch eher, wenn man auf dicken Nadeln locker strickt, was bei dieser Jacke aber nicht vorgegeben war- aber das wusste ich ja.
Die Ärmel sind nicht wie vorgegeben nur links gestrickt, ich mag das für mich nicht so. Daher sieht man auch die Abnahmen an der Schulterkugel- stört mich aber nicht. Auf dem Bild ist das viel drastischer zu sehen, als im Original- da fällt das kaum auf. Nachwievor bekenne ich mich zu schwarz auch im Frühjahr und im Sommer. also von daher .... :) .
Die Jacke habe ich noch nicht gewaschen und nicht gespannt, ich habe für die Fotos lediglich ein wenig die Ränder gedämpft, die sich nach innen aufrollen wollten am Vorderteil. Wer weiß, vielleicht wird sie ja noch ein wenig grösser ...
Es gehört auch noch ein Knopf an die Jacke, das habe ich jetzt auch noch nicht erledigt. Schliessen kann ich die Jacke über meinem Bauch nicht ( also ich kann schon...sobald Knopf vorhanden , aber ich werde mich hüten ;) ), mit einem schönen Shirt drunter trägt sie sich offen aber durchaus ganz gut.
Fazit: netter Jackenschnitt, allerdings nur wenn kein offensichtlicher Bauch vorhanden ist. Das Bändchengarn finde ich für so auffällig sichtbare Nähte zB am Schulterbereich persönlich nicht so gut geeignet wenn die Wolle so fest verstrickt wird. Ansonsten gerne wieder.
Die letzten gestrickten Frühlingsjäckchen dürfen im "Finale der Herzen" noch verlinkt werden. Auch ich habe meine Jacke noch fertig stricken können. Ob ich zufrieden bin- tja hmmm. Ich freu mich, dass ich hier keine Strickleiche herumliegen habe, ich habe eine Strickanleitung trotz Verständnisschwierigkeiten komplett durchgearbeitet, ich habe mehrmals teilweise aufgeribbelt und neugestrickt, insgesamt passt die Jacke obwohl sie sicher auch eine Nummer grösser hätte sein können. Das Bändchengarn taugt als "Frühlingsjacke" wohl auch eher, wenn man auf dicken Nadeln locker strickt, was bei dieser Jacke aber nicht vorgegeben war- aber das wusste ich ja.
Die Ärmel sind nicht wie vorgegeben nur links gestrickt, ich mag das für mich nicht so. Daher sieht man auch die Abnahmen an der Schulterkugel- stört mich aber nicht. Auf dem Bild ist das viel drastischer zu sehen, als im Original- da fällt das kaum auf. Nachwievor bekenne ich mich zu schwarz auch im Frühjahr und im Sommer. also von daher .... :) .
Die Jacke habe ich noch nicht gewaschen und nicht gespannt, ich habe für die Fotos lediglich ein wenig die Ränder gedämpft, die sich nach innen aufrollen wollten am Vorderteil. Wer weiß, vielleicht wird sie ja noch ein wenig grösser ...
Es gehört auch noch ein Knopf an die Jacke, das habe ich jetzt auch noch nicht erledigt. Schliessen kann ich die Jacke über meinem Bauch nicht ( also ich kann schon...sobald Knopf vorhanden , aber ich werde mich hüten ;) ), mit einem schönen Shirt drunter trägt sie sich offen aber durchaus ganz gut.
Fazit: netter Jackenschnitt, allerdings nur wenn kein offensichtlicher Bauch vorhanden ist. Das Bändchengarn finde ich für so auffällig sichtbare Nähte zB am Schulterbereich persönlich nicht so gut geeignet wenn die Wolle so fest verstrickt wird. Ansonsten gerne wieder.
Montag, 18. Mai 2015
Schnell genäht: Rock Insa
Die Tochter wünschte sich einen sommerlichen Rock. Den Schnitt Insa ( von Farbenmix) habe ich schon eine ganze Weile bereitliegen. Bei der Stoffauswahl beschränkte ich mich auf das, was ich eh hier liegen habe: einen schwarzweißen Vichykarostoff mit aufgedruckten Blümchen, im letzten Sommer auf einem Stoffmarkt gekauft.
Für den gerüschten Oberrock habe ich die geblümte Seite gewählt, für den glatten "Unterrock" die Rückseite ohne Blumen.
Insa ist ein allgemein sehr bewährtes und beliebtes Schnittmuster von Farbenmix. Ich muss sagen, der Rock ist für so wenig Nähaufwand echt effektvoll. Wir sind eher nicht so die Bestick- / und buntbunt-Fraktion. Man kann da ja echt richtig reinklotzen was das Dekorative angeht, uns reichte hier ein rotes Karoschrägband als unterer Abschluss.
...so kann man gehen :)
Tschühüüüs!
Wiebke
Donnerstag, 14. Mai 2015
Ratzfatz gemachte Kissen als Mitbringsel
...in -wieder einmal- einem meiner Lieblingsstoffe: Chenille im Rips verwoben und in einer Farbkombi wie ich sie liebe: petrol und braun.
...schnell mal 2 schlichte Kissen mit Flügelrand angefertigt als kleines Mitbringsel. Diese hier sind nicht grösser als 35cm, die Inlets mache ich dann auch immer genau passend selbst. Meine Anleitung zu den Kissen findet Ihr HIER. Bunte Kissen nach dieser Anleitung gab es auch schoneinmal in diesem Post HIER zu sehen. Fragt gerne nach, falls Ihr Probleme bei der Umsetzung habt ...und klar- selbstverständlich freue ich mich über einen Link auf meine Seite wenn Ihr die Kissen nacharbeitet :) .
Das geht ratzfatz, hier mit Reißverschluss. Auch immer gut mit Hotelverschluss und schönen (Druck-) Knöpfen anzufertigen.
...schön ist: ich habe noch etwas von dem Stoff, so dass ich für mich ein kleines Täschchen anfertigen kann. Bin ja nicht sooo der Taschentyp ( eher so der Hosentaschentyp :) ) , aber aus dem Stoff wünsche ich mir schon lange eine kleine Tasche.
Mittwoch, 6. Mai 2015
Es ist Midsommar-Zeit
Dieser Rock ist für mich ganz eng verbunden mit meinen ersten Erfahrungen in der Nähnerd-Welt.
Vor gut zwei Jahren habe ich ihn bei der Suche nach Schnittmustern entdeckt und staunte:
Der Schnitt, der Look, die abknöpfbare Tasche, ein einziger Rock für viele Kleidergrössen umknöpfbar, dann auch noch zum Wenden... ich war begeistert. Dann war ich ganz schnell entsetzt. Umsonst? Gratis?
Zu dieser Zeit steckte ich noch ganz tief in meiner Selbständigkeit- seit mehr als 10 Jahren betrachtete ich alles mit den Augen einer Geschäftsfrau. Soviel Arbeit in einen so tolles Stück zu stecken und kein Geld damit verdienen... ich trauerte sozusagen stellvertretend um die entgangenen Einnahmen. Ganz allmählich gewöhnte ich mich daran, dass es Menschen offensichtlich einfach Freude macht, Tutorials und Schnittmuster für lau zu erstellen und uns vefügbar zu machen. Zum Midsommar-Rock von Melli sage ich einfach mal von Herzen Danke!! Für mich ist das ein echter Klassiker und die Anleitung ist wirklich top!
Ich hatte ja vermutet hin und wieder mal den Rock "im echten Leben" zu sehen, der ist ja doch auch ein bisschen markant, aber ganz ehrlich: ich habe ihn in den Jahren lediglich einmal bewusst gesehen und das auch noch bei einer Frau die ich gut kenne.
Seltsam ist, dass ich den Rock bisher noch überhaupt nicht selbst genäht habe. Ich bin ja stets auf der Suche nach "abnehmtauglicher" Bekleidung. Der Midsommar-Rock ist ja wohl das Paradestück: umknöpfen und bums!
Beim Stöbern in Fainuschkas Blog habe ich einen Stoff gesehen, den musste ich haben. Das habe ich wirklich nicht sehr oft. Beruflich bedingt habe ich viele Jahre hochwertige oder luxuriöse Einrichtungsstoffe in der Hand und unter der Nähmaschine gehabt, da ist meine persönliche Reizschwelle für einen Boah-Effekt etwas höher. Klar verarbeite ich alle handelsüblichen Bekleidungsstoffe, aber der hier hat mich schon sehr gereizt. Also fragte ich nach bei ihr: Cotton & Steel Canvas Mochi Scattered Fuchsia. Eine Augenweide!
Gekauft habe ich ihn dann online bei Stoffsalat. Ich wollte unbedingt etwas daraus anfertigen, wovon ich lange etwas habe und wo der Stoff wirklich gut zur Geltung kommt. Da kam mir dann eeendlich der Midsommar-Rock in den Sinn. Ganz schön lange Leitung, würde ich mal sagen.
Mir gefällt einfach alles: Der Schnitt, der Look, die Möglichkeit je nach Kleidergrösse einfach den Rock umzuknöpfen und ganz speziell die abknöpfbare Tasche mit der verdeckten Knopfleiste.
Ursprüngleich wollte ich die Tasche aus einem goldenen Leinenstoff anfertigen, Als ich ihn dann endlich rausgekramt hatte, war der Goldton zu lasch, also nahm ich senfgelbes Leinen. Beim Auflegen der Schnitteile stellte ich fest, dass der fuchsiafarbene Stoff gar keine farblichen Gimmicks braucht. Ich habe dann einfach in Mimikry-Manier die Tasche (fast) komplett aus dem gleichen Stoff angefertigt.
Lediglich die Lasche zum Anknöpfen ist jetzt noch aus dem senffarbenen Stoff, aber ehrlichgesagt hätte das nicht sein müssen, finde ich. Die aufgesetzte Klappentasche habe ich nach Anleitung genäht, aber mir war sie zu "beutelig", da habe ich kurzerhand die den unteren Ecken mit ein paar Stichen festgenäht. Sieht toll aus, würde ich jetzt imemr wieder so machen.
Mir gefällt ja die doppelte Knopfreihe so gut, aber ich war mir nicht sicher ob ich für angemessenes Geld farblich passende Druckknöpfe in wertiger Optik finden würde. Also habe ich nach dem Tutorial von Schnabelina Kam Snaps bezogen. Allerdings habe ich die Kams mit etwas Stylefix beklebt und sie dann vor dem Zusammenziehen festgepappt. Das geht ganz fix und spart Nerven :). Kann ich sehr empfehlen.
Mir war ganz wichtig, dass bei dem Stoff der goldene Flitter gut zur Geltung kommt. Dazu habe ich den Zuschnitt so gewählt, dass der Flitter entsprechend der Schwerkraft nach unten fällt :) und zwar umlaufend.. Das bedeutet, dass ich aus 2,5mtr Stoff ein grosses Stück der guten Seite verbraucht habe inklusive eines verschnittenen Rockteils, das ich nun anderweitig verwende.Der Stoff ist nicht ganz so breit und hat nur eine Seite, an der sich der Flitter so schön verdichtet.
Mein Rock ist nicht wendbar. Ich fand, der Stoff verträgt keine Konkurrenz "drunter". Er ist mit sehr shübschem, leicht vorgeknittertem Polyestertaft abgefüttert und damit bin ich sehr zufrieden.
Dieser Rock trägt sich sicher gut in Grösse 34/ 36 wie meine kleine Schneiderpuppe das vorführt.
Ich mit Grösse 42/ 44 kann ihn auch gut tragen, aber irgendwie so geradenoch. Für einen nächsten Midsommar-Rock würde ich das Schnittmuster entsprechend anpassen. Das wird in der anleitung allerdings erst bei noch "grösseren" Frauen angeraten.Macht ja nix, Ich werde ja hoffentlich zunehmend abnehmen :) und dann knöpfe ich mir den Rockvor um .
Tragefotos möchte ich Euch echt nicht zumuten, ich habe wirklich keine passende Strumpfhose zu dem schönen Rock. Da muss (für mich) echt eine richtig gute, leicht schimmernde, hautfarbene Nylonstrumpfhose her. Ansonsten sieht das ziemlich schäbig aus. Ich hab´s probiert und stand dand da mit durchfallfarbenen Beinen in dem schicken Rock- geht üüübehaupt nicht.
Ansonsten alles top und gerne wieder!
Tschühüüüs!
Wiebke
Vor gut zwei Jahren habe ich ihn bei der Suche nach Schnittmustern entdeckt und staunte:
Der Schnitt, der Look, die abknöpfbare Tasche, ein einziger Rock für viele Kleidergrössen umknöpfbar, dann auch noch zum Wenden... ich war begeistert. Dann war ich ganz schnell entsetzt. Umsonst? Gratis?
Zu dieser Zeit steckte ich noch ganz tief in meiner Selbständigkeit- seit mehr als 10 Jahren betrachtete ich alles mit den Augen einer Geschäftsfrau. Soviel Arbeit in einen so tolles Stück zu stecken und kein Geld damit verdienen... ich trauerte sozusagen stellvertretend um die entgangenen Einnahmen. Ganz allmählich gewöhnte ich mich daran, dass es Menschen offensichtlich einfach Freude macht, Tutorials und Schnittmuster für lau zu erstellen und uns vefügbar zu machen. Zum Midsommar-Rock von Melli sage ich einfach mal von Herzen Danke!! Für mich ist das ein echter Klassiker und die Anleitung ist wirklich top!
Ich hatte ja vermutet hin und wieder mal den Rock "im echten Leben" zu sehen, der ist ja doch auch ein bisschen markant, aber ganz ehrlich: ich habe ihn in den Jahren lediglich einmal bewusst gesehen und das auch noch bei einer Frau die ich gut kenne.
Seltsam ist, dass ich den Rock bisher noch überhaupt nicht selbst genäht habe. Ich bin ja stets auf der Suche nach "abnehmtauglicher" Bekleidung. Der Midsommar-Rock ist ja wohl das Paradestück: umknöpfen und bums!
Beim Stöbern in Fainuschkas Blog habe ich einen Stoff gesehen, den musste ich haben. Das habe ich wirklich nicht sehr oft. Beruflich bedingt habe ich viele Jahre hochwertige oder luxuriöse Einrichtungsstoffe in der Hand und unter der Nähmaschine gehabt, da ist meine persönliche Reizschwelle für einen Boah-Effekt etwas höher. Klar verarbeite ich alle handelsüblichen Bekleidungsstoffe, aber der hier hat mich schon sehr gereizt. Also fragte ich nach bei ihr: Cotton & Steel Canvas Mochi Scattered Fuchsia. Eine Augenweide!
Gekauft habe ich ihn dann online bei Stoffsalat. Ich wollte unbedingt etwas daraus anfertigen, wovon ich lange etwas habe und wo der Stoff wirklich gut zur Geltung kommt. Da kam mir dann eeendlich der Midsommar-Rock in den Sinn. Ganz schön lange Leitung, würde ich mal sagen.
Mir gefällt einfach alles: Der Schnitt, der Look, die Möglichkeit je nach Kleidergrösse einfach den Rock umzuknöpfen und ganz speziell die abknöpfbare Tasche mit der verdeckten Knopfleiste.
Ursprüngleich wollte ich die Tasche aus einem goldenen Leinenstoff anfertigen, Als ich ihn dann endlich rausgekramt hatte, war der Goldton zu lasch, also nahm ich senfgelbes Leinen. Beim Auflegen der Schnitteile stellte ich fest, dass der fuchsiafarbene Stoff gar keine farblichen Gimmicks braucht. Ich habe dann einfach in Mimikry-Manier die Tasche (fast) komplett aus dem gleichen Stoff angefertigt.
Lediglich die Lasche zum Anknöpfen ist jetzt noch aus dem senffarbenen Stoff, aber ehrlichgesagt hätte das nicht sein müssen, finde ich. Die aufgesetzte Klappentasche habe ich nach Anleitung genäht, aber mir war sie zu "beutelig", da habe ich kurzerhand die den unteren Ecken mit ein paar Stichen festgenäht. Sieht toll aus, würde ich jetzt imemr wieder so machen.
Mir gefällt ja die doppelte Knopfreihe so gut, aber ich war mir nicht sicher ob ich für angemessenes Geld farblich passende Druckknöpfe in wertiger Optik finden würde. Also habe ich nach dem Tutorial von Schnabelina Kam Snaps bezogen. Allerdings habe ich die Kams mit etwas Stylefix beklebt und sie dann vor dem Zusammenziehen festgepappt. Das geht ganz fix und spart Nerven :). Kann ich sehr empfehlen.
Mir war ganz wichtig, dass bei dem Stoff der goldene Flitter gut zur Geltung kommt. Dazu habe ich den Zuschnitt so gewählt, dass der Flitter entsprechend der Schwerkraft nach unten fällt :) und zwar umlaufend.. Das bedeutet, dass ich aus 2,5mtr Stoff ein grosses Stück der guten Seite verbraucht habe inklusive eines verschnittenen Rockteils, das ich nun anderweitig verwende.Der Stoff ist nicht ganz so breit und hat nur eine Seite, an der sich der Flitter so schön verdichtet.
Mein Rock ist nicht wendbar. Ich fand, der Stoff verträgt keine Konkurrenz "drunter". Er ist mit sehr shübschem, leicht vorgeknittertem Polyestertaft abgefüttert und damit bin ich sehr zufrieden.
Dieser Rock trägt sich sicher gut in Grösse 34/ 36 wie meine kleine Schneiderpuppe das vorführt.
Ich mit Grösse 42/ 44 kann ihn auch gut tragen, aber irgendwie so geradenoch. Für einen nächsten Midsommar-Rock würde ich das Schnittmuster entsprechend anpassen. Das wird in der anleitung allerdings erst bei noch "grösseren" Frauen angeraten.Macht ja nix, Ich werde ja hoffentlich zunehmend abnehmen :) und dann knöpfe ich mir den Rock
Tragefotos möchte ich Euch echt nicht zumuten, ich habe wirklich keine passende Strumpfhose zu dem schönen Rock. Da muss (für mich) echt eine richtig gute, leicht schimmernde, hautfarbene Nylonstrumpfhose her. Ansonsten sieht das ziemlich schäbig aus. Ich hab´s probiert und stand dand da mit durchfallfarbenen Beinen in dem schicken Rock- geht üüübehaupt nicht.
Ansonsten alles top und gerne wieder!
Tschühüüüs!
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