Lexikon

Mittwoch, 18. März 2015

FJKA Zweiter Zwischenstand




Das Frühlingsjäckchen.... Tja hmmm.
Der Rücken und ein Ärmel sind komplett fertig, der zweite Ärmel in der Mache und ein Vorderteil ist "fast" fertig.  Klingt recht entspannt, jedoch:
Ich habe Probleme die Anleitung verständlich zu lesen. Ich hab mir immer wieder Zeile für Zeile vorgenommen, aber irgendwie wird das nichts mit uns beiden. Das linke Vorderteil habe ich bis unter den Armausschnitt bereits wieder aufgeribbelt und neu gestrickt, allerdings komme ich mit den Restmaschen so gar nicht hin.  Damit mir nicht alles brachliegt und ich die Lust verliere, habe ich die Ärmel begonnen. Da gab es so gar keine Schwierigkeiten. Am Ärmel soll laut Anleitung das Muster nur linke Maschen enthalten. Ich bin ja so gar kein Fan von " kraus links".   Es gefällt mir für mich einfach nicht. Nun wollte ich aber mal nicht so sein, habe den ersten Ärmel ensprechend gestrickt und das Anknoten des zweiten Wollknäules ganz an den Rand gelegt. So kann ich ganz zum Schluss entscheiden, ob nun die linke oder die rechts gestrickte Seite mir für das Jäckchen besser gefällt.  Tendenz allerdings eindeutig: glatt rechts.  Da muss ich nochmal an der Armkugel gucken ob mir die Abnahmen so gefallen, denn auf "kraus links" sind sie gar nicht zu sehen - was mir sehr entgegenkommt.  Auf der glatt rechten Seite kann man die Abnahme wohl erkennen,das sieht aber ordentlich aus und unbeteiligte Betrachter würden sich vermutlich nichtmal was dabei denken.


Wenn beide Ärmel fertig sind befasse ich mich nochmal mit den Vorderteilproblemen  und wenn ich dann immer noch nicht zufrieden bin mit Stricken nach Anleitung, dann werde ich das im Freestyle beenden. Ich denke, das kann ich mir zutrauen.
Ansonsten bin ich immer noch ein Fan von dem Glitzerfummel und ich weiß, dass mir der liebe Paketdienst heute oder morgen schicke Plateausandalen mit metallsiertem Leder vorbeibringt. Die habe ich mir bestellt... selbstverständlich nur und ausschlieslich um mich selbst weiter anzufeuern beim Strickwerk *zwinker* .





...



Meinen Ersten Zwischenstand habe ich glatt verpennt, ich hatte wohl einen post geschrieben, aber nur abgespeichert. Den schiebe ich hier jetzt unverändert nach:



"Noch gut 3 Stunden bis Toresschluss, da möchte ich noch kurz und ganz unspekatakulär meinen persönlichen Zwischenstand  des Frühlingsjäckchens durchgeben.  Ich hatte das rechte Vorderteil schon recht flott fast fertig. Leider passte die verbleibende Maschenzahl nicht zum Rückenteil.  Also habe ich  nochmal ein Stück aufgeribbelt und die Abnahmen neu aufgeteilt.  Es passt wohl immernoch nicht, ich werde nun  am Rückenteil die Schulter neu stricken und an die Vorderteile anpassen, damit das auch maschenmässig beim aneinandernähen zusammenpasst.  Diese Woche konnte ich nicht viel stricken, jetzt am Wochenende nochmal einige Stunden aber das war es dann auch schon... ich verorge meinen kränkelnden Sohn, der mir Freitag einmal spontan quer über die Tastatur gekotzt hat ( tschuldigung )  und mit heftigster Verstopfung und folgendem Durchfall zu kämpfen hat.  Wir arbeiten uns derweil durch die anfallende Wäsche, wenn ich nicht grad selbst Verbindlichkeiten habe.
Ich bleibe aber dran am Jäckchen und werde in den nächsten Tagen ein wenig aufholem, so richtig viel Arbeit macht die Jacke ansich ja nicht.

Einen Einblick in die Arbeit habe ich hier   *klick* ja  schonmal gegeben 
 Ich konnte nicht mal ausführlich in der Linkliste stöbern. Einige richtig schöne Jacken kann man ja schon sehen, ganz toll."


 Das war es jetzt mal von meiner Seite. Bis zum nächsten mal!  Die Fertigstellung werde ich wohl im Osterurlaub vollziehen.  Frühlingsjäckchen auf der Almhütte :) .
Wie ich sehe gibt es bei vielen anderen Teilnehmerinnen des FJKA 2015 von MMM zu diesem Zeitpunkt schon  richtig schöne Jäckchen zu bestaunen, schaut da doch auf jeeeeden Fall mal rein. Es lohnt sich!


Donnerstag, 12. März 2015

Echt jetzt? So klein war mein Kind mal? ...Overall von Minikrea


       Vor einigen Tagen: Kinderkleidung aussortieren, umschichten, verleihen, verschenken, verkaufen...





Und plötzlich habe ich diesen kuscheligen Overall in der Hand- vor zweieinhalb Jahren genäht für meinen Sohn, der noch gar nicht geboren war.  Ich wollte so einen richtiges "Willkommenskleidungsstück" nähen, mit Liebe, zum Wohlfühlen und  zweckmässig für ein Kind das im Winter auf die Welt kommen würde. 
Damals hatte ich mir ein Schnittmuster von MINIKREA ausgesucht: einen Overall mit Kapuze.
Ich habe ihn mit Biostoffen genäht:  aussen ein ganz kuscheliger Nicki und innen abgefüttert mit feinem, gerineltem Interlock-Jersey.


   Die Snaps habe ich farblich auf Aussen- und Innenseite abgestimmt, die Bündchen so lang angefertigt, dass man den Overall über eine lange Zeit tragen kann.  Bei der Naht in der Kapuze machte ich mir noch Gedanken um Druckstellen am Hinterkopf :) .



...und dann das ganz ganz frische Kind hineingelegt, die Ärmchen guckten noch gar nicht raus, die Beine vom Overall viel zu lang... Kapuze tief ins Gesicht gezogen und dann warm verpackt im Kinderwagen raus in den Schnee. Das einzige was man sehen konnte, war eine rosa Babynase und geschlossene Augen.  Grösse 62/ 68 war das und wir konnten den Overall noch bis weit in den Sommer tragen, am Strand in Dänemark durch den Wind laufen.







 Und jetzt?
 immer wieder ein: "...echt?  Da hat mein Kind mal reingepasst?" 
Jetzt wird das gute Stück noch einmal gewaschen und kommt in den Koffer mit Dingen, die man immer aufheben wird.

               Die Biostoffe habe ich seinerzeit übrigens im Onlineshop von Siebenblau gekauft.




Dienstag, 10. März 2015

Klugscheissern vom Fach: Scherli

Moin!

Ich habe ein Lexikon eingefügt, das ich zu gegebenen Anlässen mit Fachwissen füttern werde. Es wird also stetig wachsen und gedeihen.
Ich führe dort zukünftig entsprechend meiner posts die Begriffe und die entsprechenden Erläuterungen aus der textilen Wunderwelt auf.

 Freut mich, wenn es Euch freut :) .

Als erstes habe ich mal den Scherli beschrieben.  
Woher der Begriff genau stammt kann ich gar nicht sagen, ich vermute vom "Scheren".
Man hat uns damals im Beruf immer eingebläut, niemals Shirley zu sagen, sondern immer so ein bisschen verniedlichend Scherli weil es so richtig wäre.   Hat mich Anfangs immer sehr fasziniert:  Stoffe, die auf der rechten Seite stellenweise effektvoll "aufgeschnitten" sind. 

Scherli





Montag, 23. Februar 2015

Baustelle Blog oder Baustelle und Blog? #Schreibzeit im Februar von Bine

 Schönes Thema von Bine, in deren Blog  ich gerne immer wieder reinlese: *klick*

 Netzwerken oder Wie bekomme ich mehr Leser ?







                                             Das Leben ist eine Baustelle

Ich habe dem hinzuzufügen:   Mein Leben ist eine Baustelle, ein Quiz, eine Do-Do Liste.
Das kann man so oder anders wahrnehmen, im Bloggerleben spürt man es jedenfalls unter Umständen ganz deutlich. Da kann man sich fragen:  "ja, MUSS ich das denn?"  Oder es fragt Dich jemand " Musst du Dir das denn antun?"   Alles kann, nichts muss.  So ist das.

2008 las ich mal einen Artikel, ich glaube der hat sich sehr lange negativ bei mir festgesetzt und das bloggen ignorieren lassen.    Brandeins:  bloggen bis der Arzt kommt

Ich habe daher  bis vor etwa drei Jahren überhaupt nicht geahnt, was da im weltweiten Web so überhaupt los ist. Hockte beim Schnittmustersuchen-für-meinen-noch-auf-die-Welt-zu-bringenden-Sohn erst ungläubig staunend, dann von der Fülle erschlagen und von der interessanten Vielfalt mit offenen Mund dasitzend täglich mit erschöpfteren Blick vor dem Computer und klickte und scrollte und klickte quer und machte Lesezeichen und schaute nach noch mehr Input und noch mehr Vielfalt. Ganz grosser "Boah-ey!" Effekt bei mir. Wenn ich nicht ich wäre, dann würde ich milde schmunzeln.
Inzwischen hab ich kapiert, dass seit mindestens 8 oder 9 Jahren da in Sachen "Bloggen" richtig was los und mir absolut entgangen ist.  Ich hab in meiner kleinen struppigen Welt gelebt  -finde ich nach wie vor sehr okay- , mein Handwerk ausgeübt, mich um meine kleine Tochter gekümmert und bis auf ein sehr persönliches Forum mit einer Handvoll mir inzwischen ganz wichtigen Müttern und Freundinnen habe ich das Internet nahezu ignoriert und einfach nur versucht, nach allen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten am Ende des Tages noch eine ausreichende Mütze Schlaf zu nehmen.  Nie im Leben (!)  wäre ich auf die Idee gekommen, mir zusätzlich noch die Nächte um die Ohren zu schlagen um mir einen Blog aufzubauen.Wozu?  Kein Bedarf, keine Notwendigkei, keine Zeit und keine Ahnung.

Keine Ahnung - die habe ich bis heute noch.  Ich habe dennoch angefangen zu bloggen.  Erst hatte ich mir für mein Geschäft eine kleine Homepage im Baukastensystem eingerichtet.  Dann bin ich -meinen Freunden und Freundschaften zuliebe- bei Facebook aktiv geworden.  Danach dämmerte mir, dass man das ja irgendwie verbinden kann, für sich nutzbar machen könnte- geschäftlich.  Erst da war ich ein bisschen angefixt.  Ja, wenn es "für etwas gut ist!!"  kann ich mich auch damit auseinandersetzen.  Also hab ich das ein bisschen ausgebaut und auf mein Geschäft umgelenkt.  Vollkommen konzeptfrei und talentfrei.  Da entstand dann mein Blog, ich wollte auch gerne mal etwas an andere Leser zurückgeben. Denn das habe ich ganz schnell verstanden:  es gibt unglaublich viel Wissen, das weitergegeben wird.  Wenn ich das nicht mache, dann macht das ein anderer.  ...also warum dann nicht gleich ich? Dann kann ich nebenbei auch geschäftlich auf mich aufmerksam machen.

Schnell stellte ich fest, dass es richtig viel Zeit kostet, sich in seinem eigenen Blog zu bewegen... alleine das Fotografieren und einstellen... boah, eine Hürde für mich.  Mit grosser Baustelle, Geschäft, Handwerk,  kleinen Kindern und noch vollkommen groggy von zweiter zu Schwangerschaft und Geburt war das fast etwas zuviel für mich.  Und irgendwie hat der Mensch ja auch Anspruch an sich und selbst wenn die Latte da nicht allzuhoch gelegt ist bei mir, habe ich gelegentlich den Eindruck: das schaffe ich nicht so wie ich es mir wünsche. Bin eben kein Computer-nerd.

Viele Leser zu bekommen- darüber habe ich mir gar nicht so viele Gedanken gemacht.  Ich dachte ganz oft einfach nur:  hoffentlich ist das schon gut genug zum anschauen und lesen.
Dieser Gedanke läuft nebenher immer so mit und wird es auch weiterhin tun. Mein Blog ist eine Baustelle und bleibt das auch eine ganze Weile noch.  
Inzwischen sehe ich meinen Blog als Projekt zum Üben und selbstverständlich freue ich mich über neue Leser und möchte gerne das richtige dafür tun!  Was möchte ich regelmässig mitteilen, wo kann ich etwas anbieten was sonst nicht so oft zu lesen ist?  Wie privat möchte ich eigentlich werden? Wie geht das mit den vielen Gadgets, welche möchte ich für mich nutzen? Lohnt es sich zB ein Lexikon anzulegen und mein Fachwissen dort anzubieten? Wie soll die Optik überhaupt ausgearbeitet werden? Puuuh, also auch noch Instagram... hm.  Wer wird das alles mal lesen?

Wann überhaupt nehme ich mir die Zeit, alles rund um das Bloggen zu erledigen?
Für mich persönlich weiß ich:  sobald mein Blog mir beruflich dient, wird es Teil meiner Arbeitszeit. Da werde ich dann also eher Tageszeit mit verbringen. Derzeit treibe ich mich vorwiegend abends oder spätabends im Internet rum... ein bisschen verschämt, denn meine Familie erwartet hier anderes von mir und ich  lege mir gerne immer mal wieder eine zeitbezogene "Kosten-Nutzen"-Rechnung vor.  Bin ich privat unterwegs um meinen Blog zu füttern, dann ist das was für mein Ego. Wenn ich alles "irgendwie" einkommensbezogen mache, dann sieht die Sache wieder anders aus.  Ahsooo....
Ich weiß ganz sicher, dass ich einen zweiten Blog anlegen werde. Konzeptionell durchdacht, professionell, optisch ansprechend und prall gefüllt mit Leseangebot und Wissen.  Den werde ich nutzen  um unser Projekt hier mit den Fachwerkhäusern geschäftlich anzubieten und gleichzeitig kann ich dort alles unterbringen was mich sonnst noch so interessiert und mich ausmacht. Auch gerne tagsüber.  Das wird sicher mit mehr Ehrgeiz ausgebaut werden. Muss auch.  Noch ist es nicht soweit- ich kann also noch üben :) .

Ich gewinne derzeit vorrangig Spass am Gemeinschaftlichen. Ein Sew along, ein Knit along.  Sich aufraffen, einen Zeitplan einhalten, gemeinsam sich durch die Aufgabe wurschteln, etwas dazugelernt haben... dabei dann neue Blogs kennenlernen, neue Menschen schätzen lernen.  Das ist mir wichtig geworden, macht mir Spass  und da versuche ich auch im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten mal einen Kommentar abzugeben, mich für Arbeiten zu interessieren und vielleicht auch mal, einen Rat zu geben. Das ist zur Zeit etwas, wo ich neue Leser bekomme. Ganz langsam und allmählich- organisch gewachsen sozusagen und das gefällt mir auch so.
Ich bewege mich da inzwischen in einem Bereich, wo mir immer wieder bekannte "Gesichter" begegnen bei denen ich mich wohlfühle.  Für mich besonders wichtig:  ich bin kein Mensch, der besonders intensiv Sozialhygiene betreibt, auch online nicht. Bei mir findet eher kein " die liebe Maria Mustermann* hat mir im Tausch ihr Streichelstöffchen überlassen und ich möchte euch das nicht vorenthalten, daher zeige ich Euch mal das Täschchen was ich daraus genäht habe und gleich weiterreiche zur grossen Linkparty wo wir uns dann alle wiedersehen" statt.  Ich bin das nicht. Da muss ich mir eine andere Nische suchen, bei der ich nicht so winkewinke-präsent sein muss.

*der Name ist frei von mir erfunden und wer sich wider Erwarten angesprochen fühlt, der gebe mir bitte ganz schnell bescheid! Das wäre nicht meine Absicht!

Es heisst, man sollte regelmässig bloggen. Immer wieder verlässlich Lesefutter bieten.  Ich kann hier nur für mich als Blogleserin sprechen und sehe das etwas anders:  in meiner Leseliste habe ich einige Blogs, die ich sehr schätze und von denen ich nicht wöchentlich oder monatlich Neues lese.  Es ist mir auch nicht wichtig. Wenn da neues geschrieben wird, erfahre ich es über die Leseliste sowieso und  mir entgeht nichts.  Da habe ich meine Lesetreue sozusagen automatisiert. Mir muss kein Blog regelmässig was vor die Nase werfen, damit ich weiterhin interessiert bleibe. Die Blogs, die mich aus unterschiedlichsten Gründen interessieren, habe ich im meiner Leseliste abgelegt und da schaue ich bei neuen Posts sehr sehr gerne rein.
Da gibt es sehr schöne, inhaltlich oder ästhetisch ansprechende Blogs und auch welche, die sich sozusagen in verlässlich schlechter Fotoqualität zeigen. Ich muss sagen:  das ist mir egal, wenn der Anspruch und Blogschwerpunkt offensichtlich woanders liegt. Ich finde es sogar echt und authentisch, irgendwie schon fast liebenswert. Andere Blogs kommen mir wiederum schon fast arrogant unpersönlich vor und auch dort fühle ich mich als Leser wohl, wenn der Inhalt mir zusagt.  Wir sind eben alle unterschiedlich  und das schimmert durch die Blogs ganz anschaulich durch. Alles kann, nichts muss :) .
Bei manchen Blogs mache ich mir echt die Mühe, alle-wirklich alle! Beiträge vor der ersten Minute an durchzulesen. Das finde ich absolut interessant, so zu stalken :)  .  Man spürt die bloggende Person dahinter sehr, wie und wohin der Blog im Laufe der Zeit gewachsen ist ... also ich jedenfalls :) .

Noch ein Anliegen habe ich:  es werden soviele Kinder abgelichtet. Ich fertige auch Kleidung an für meine Beiden. Meine Tochter wird bald 7 und ich fragte sie, wie sie es findet, wenn ich ihre Bilder ins Internet stelle.  Sie war absolut dagegen wenn man auf dem Foto  ihr Gesicht erkennen kann.  Jetzt kann ich nur noch Fotos einstellen, die sie "freigibt" .  Meinen Sohn kann ich nicht fragen, der ist erst 2 Jahre alt.  Ob er was dagegen hätte?  Ich weiß es nicht. Und ja, ich finde es ein bisschen schade....zwei so hübsche, wohlgeratene Kinder :) . Es gibt so schöne Blogs, prall gefüllt mit tollen Fotos von Kindern und auch ich gucke sie mir gerne an.  Ob es im Einzelnen gewisse Menschen mit Hang zu gewissen Vorlieben nun anzieht oder nicht:  bitte habt Respekt vor den Wünschen Eurer Kinder! Auch sie haben Ansichten, manchmal muss man da einfach mal nachfragen. Sie sind es gewohnt, sich auf uns zu verlassen.


Ob ich mir  nun wirklich alles aus dem Kopf gedrückt habe zu dem Thema?   Keine Ahnung...muss ja nicht zwingend.
                                                 Tschühüüüüs!













Sonntag, 22. Februar 2015

Besonderer Stoff: Scherli im 3-fach Gewebe mit Moiré-effekt




Ich habe hier einen sehr schönen Stoff abzugeben, den  ich sicher schon 14 Jahre mit mir herumtrage.
Ich hatte ihn damals umsäumt, um ihn zB als Decke über einen Tisch zu legen, aber ich habe es nie gemacht.
Wer mich kennt, der weiß: ich bin kein Gelbfan, daher lag das gute Stück immer nur in einer Kiste. Das hat dieser Stoff überhaupt nicht verdient, er leuchtet ganz zart und edel durch die unterschiedlichen transparenten Stoffschichten.





Diese transparenten Stellen sind 2-lagig und nicht miteinander verwoben. Dadurch entsteht ein schöner Moiré-Effekt. Der vordere Stoff ist fast weiß und der hintere Stoff ist gelb.









Verbunden werden die beiden Lagen durch eine dritte, mittlere Lage.  Hier wurden eierschalfarbene, undurchsichtige Fäden zu  durchlaufenden Blockstreifen verarbeitet.  Diese wurden dann zum Scherli auseinandergschnitten und ergeben nun Kästchen von ca 8x8,5cm.


Das Material ist eine Kunstfaser und der Stoff raschelt leicht. Ausserdem hat er einen guten Stand,er ist also nicht lappig.  Er lässt sich gut bügeln, auch mit Dampf und soll nicht gewaschen werden.
Dieses Stück ist richtig gross!  Es misst 1,35mtr x 5,50 mtr.

Jetzt muss ich mal schauen, ob sich jemand dafür interessiert und auch, was ich dafür eintauschen möchte.
Es sollte einen Wert von etwa 60 Euro haben. Gerne nehme ich auch einen Gutschein für einen Shop.
Das ist ein Bruchteil des damaligen Originalpreises. Der Stoff ist von Zimmer + Rohde und im Handel nicht mehr erhältlich.

Donnerstag, 19. Februar 2015

FJKA Teil 2 Zwischenstand: Schöner Rücken kann entzücken


Immernoch:  Wahl des Musters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen




Ach doch, ich bin zufrieden.
Mir gefällt sehr, dass das Strickwerk auch regelmässig und akkurat aussieht. 
Da macht es mir die Wolle wirklich sehr leicht.  Ich habe ja auch ein Stück "glatt rechts" zu stricken und da versuche ich die linken  Rückreihen ein kleines bisschen fester zu stricken. Das macht schon ein bisschen was aus.  Inzwischen habe ich auch eine Rundstricknadel aus Bambus. Das strickt sich schon anders als mit den ellenlangen Nadeln von vor 30 Jahren. 

Der Rücken ist nun schon einige Tage fertig. Ich habe mich komplett an die Anleitung gehalten, nur im Taillenbereich habe ich versehentlich etwa 2 cm mehr Höhe gestickt - das habe ich dann so gelassen und denke, es wird an der Gesamtoptik nichts verderben. Inzwischen ist auch das linke Vordeteil halb fertig gestrickt. Ich denke, dass ich den Zeitplan ganz entspannt einhalten kann.
Nun steht in der Anleitung nichts von Spannen.  Alles was ich bisher so an Bekleidung gestrickt habe war komplett ohne Anleitung angefertigt, da konnte ich dann selbst entscheiden wie ich mit dem Teil weiterverfahre. Und wenn ich mich richtig erinnere, habe ich auch noch nie mit Bändchengarn gestrickt.
Nun stelle ich mir die Frage, ob ich diese Jacke hier auf alle Fälle spannen muss?


Durch  die Rippensticktabschnitte zieht sich der Rücken schon ziemlich zusammen und ich denke, entscheidend für die tatsächliche Breite wird das glatt rechts gestrickte Teil sein, oder? 
Ein bisschen grübele ich auch über den oberen Rücken, da wachsen die Ärmel ja regelrecht in den schmalen Rücken hinein. So richtig Raglan ist das ja nicht, da hätte ich dann auch kein Problem mit.  Jetzt muss ich einfach auf die Anleitung vertrauen. 



            Das metallische Schimmern gefällt mir übrigens mit wachsendem Strickwerk immer besser.
               Das Schimmern kann man auf dem letzten Foto sogar ziemlich originalgetreu erkennen. 

           Hier seht Ihr beim MMM-Blog weitere richtig schöne Jacken im diesjärigen FJKA *klick*





Dienstag, 10. Februar 2015

FJKA 2015 ....ein diffus schimmernes Strickwerk



Die Maschenprobe war sehr ok,  und die gestrickte Optik gefällt mir auch. Nicht so ganz schwarz, nur fast.  Dafür stricke ich mit 30 Jahre alten, hübsch bunten Stricknadeln mangels Rundstricknadel in passender Stärke.   Ich hatte mir die Wolle bestellt weil nicht genug im Laden verfügbar war. Jetzt hat die Bestellung einen deutlich stärkeren "Metallic-Schimmer" als das was ich im Geschäft sehen konnte, aber mir gefällt das.  Es wird dann wohl ein echtes Abendjäckchen werden, denn zum Einkaufen werde ich so wohl nicht aus dem Haus gehen :). 
Gestern habe ich das Rückenteil angefangen, unten ein breites Stück Rippenstrick und dann glatt rechts weiter, alles entsprechend der Anleitung.  Je nach Beleuchtungssituation habe ich ein deutlich glänzendes Strickstück vor mir oder eins, das ausssieht als wäre Wasser drübergelaufen.  Irgendann habe ich das mal hochgehalten und meinen Mann gefragt, ob ihm das für mich gefällt.  Erst sagte er: " Das ist aber nicht echt, oder?" Damit meinte er, das wäre wohl Kunstfaser *hüstel*.  Es ist aber 78% Baumwolle und 22% Polyester.  Er nickte dann  - ja, sieht gut aus.  " Du kannst sowas tragen".    Eine Antwort , die in jede Richtung interpretierbar ist.  Ich habe mich wertfrei entschieden, er meint es tatsächlich so :)  ...  nun überlege ich, mir schicke Ledersandalen mit etwas höherem Absatz zu kaufen die ein wenig Glanz im Material haben.  Also Ausgeh-Schühchen für mein Abendjäckchen .  Ich hatte mal was gesehen, vielleicht kann ich das in Kürze hier mal zeigen- Nicht dass der Eindruck entsteht, ich würde gerne  herumlaufen wie eine geschmückte Pfingstkuh :)) .
Ansonsten finde ich die Jacke bisher etwas schmal, aber das kann täuschen, immerhin hat sie ja  ein recht hohes Rippenstrickbündchen .



                So, weitere schöne Jacken im Entstehungsprozess gibt es hier zu sehen *klick*  !